Prototype Cup Germany 

Prototype Cup·3.3.2023

More Motorsport steigt in den Prototype Cup Germany auf

Erstes niederländische Team schreibt sich für den Prototype Cup Germany ein. Vater Mark und Sohn Max van der Snel teilen sich einen Ligier JS P320. Die Saison startet am letzten April-Wochenende auf dem Hockenheimring.

Vater Mark und Sohn Max van der Snel sind bereit für den Prototype Cup Germany © Foto: More Motorsport

Es dauert noch einige Wochen, bevor die LMP3-Boliden des Prototype Cup Germany zum ersten Rennen des Jahres 2023 auf die Strecke von Hockenheim gelassen werden. Unter ihnen wird dann auch erstmals das Team More Motorsport sein; am Steuer des Ligier wechselt sich das Vater-Sohn-Gespann Mark und Max van der Snel ab. „Wir hatten eine Kategorie gesucht, in der wir gemeinsam fahren können und haben schnell gesehen, dass die LMP3 der beste Weg für uns ist“, so der 19-jährige Max van der Snel. „Dass die Wahl auf den Prototype Cup Germany fiel, lag unter anderem daran, dass wir als Niederländer mit Zandvoort und Assen zwei Heimrennen haben. Und auch die Reisen zu den vier anderen Strecken in Deutschland sind nicht allzu lang.“

Max van der Snel startete seine Karriere mit sieben Jahren im Kartsport und blieb diesem bis zum Alter von elf Jahren treu. Dann folgte eine Pause, in der er sich Sportarten wie Kitesurfen und Downhill Mountainbiking widmete. Als er mit 17 Jahren wieder das Feuer für den Rennsport verspürte, stieg er in den niederländischen Westfield Cup ein. „Es ist eine Einheitsklasse, die für mich zum Wiedereinstieg perfekt war.“ Nach seinem Debütjahr, das er als bester Rookie abschloss, dachte er schon über einen Aufstieg nach, blieb der Klasse aber noch eine weitere Saison treu. Mit Erfolg: Er steigerte sich noch einmal und erreichte am Ende den zweiten Platz der Gesamtwertung. Sein 51 Jahre alter Vater Mark van der Snel schnupperte 2012 im Radical Cup bereits in den Motorsport rein und blickt wie Max zudem auf zwei Jahre im Westfield Cup zurück, in dem er 2022 den elften Rang der Fahrerwertung belegte. „Wie sind beide in unserem eigenen Team More Motorsport gefahren, aber jeder hatte sein eigenes Auto. Das wird nun anders. Ich glaube, dass es uns vor allem beim Finden der optimalen Abstimmung helfen wird, denn zu zweit haben wir mehr Input als alleine. Fahrerisch denke ich, dass wir in etwa auf dem gleichen Level sein werden“, schätzt Max.

More Motorsport bringt einen Ligier JS P320 an den Start © Foto: More Motorsport

Für seine Premiere im Prototype Cup Germany wird More Motorsport mit Reiter Engineering zusammenspannen. „Reiter Engineering hat viel Erfahrung im LMP3-Bereich; sie holten 2022 beispielsweise die erste Pole Position in der Geschichte des Prototyp Cup Germany. Durch ihre Unterstützung sparen wir viel Zeit, die wir sonst zum Lernen benötigt hätten.“ Konkrete Platzierungen hat sich das Duo Van der Snel für 2023 nicht zum Ziel gesetzt. „Es ist unsere erste Saison in der LMP3 und der Sprung von einem Westfield-Fahrzeug in einen LMP3-Boliden ist sicher nicht zu unterschätzen“, merkt Max an. Ein Fernziel hat er aber doch: „Wie jeder LMP3-Fahrer würde auch ich gerne mal die 24 Stunden von Le Mans bestreiten. Aber ich weiß, es ist noch ein weiter Weg.“ Und falls er diesen als Fahrer doch nicht bis zum Ende gehen kann, dann hat er noch ein zweites Ass im Ärmel: Max studiert Motorsport Engineering.