22 Punkte am Balaton und zum Finale in Assen brachten Jason Rudolph nach einem turbulenten Rookie-Jahr im Moto4 Northern Cup den zehnten Platz in der Gesamtwertung.
Wenn du dieser Saison einen Filmtitel geben müsstest – wie würde er lauten? Und warum? „Ein Jahr voller Lektionen – weil es meine erste Saison auf den großen Rennstrecken mit einem neuen Motorrad war. Ich habe unglaublich viele neue Erfahrungen gesammelt, viel dazugelernt und mich sowohl fahrerisch als auch persönlich weiterentwickelt. Es war definitiv ein Jahr, in dem ich sehr viel lernen konnte.“
Was war dein bestes Rennen oder bestes Rennwochenende dieses Jahr und warum? „Mein bestes Rennwochenende war tatsächlich das letzte. Ich bin sehr zufrieden, dass ich meine Saison so abschließen konnte. Ich habe die Probleme aus den vorherigen Rennen analysiert, daran gearbeitet und die Verbesserungen am letzten Rennwochenende endlich richtig umsetzen können. Besonders zufrieden bin ich damit, dass ich über fast das gesamte Wochenende konstant in den Top-5 mitfahren konnte. Außerdem konnte ich noch einmal wichtige Meisterschaftspunkte sammeln.
Bist du mit deiner Saison im Moto4 Northern Cup zufrieden? „Grundsätzlich bin ich mit meinem zehnten Platz in der Gesamtmeisterschaft zufrieden, besonders für meine erste Saison. Allerdings wäre ich noch zufriedener gewesen, wenn ich meine Probleme früher erkannt und behoben hätte. Dann hätte ich möglicherweise häufiger in den Top-8 mitfahren und mehr Punkte sammeln können. Trotzdem bin ich mit meiner Entwicklung über die Saison hinweg zufrieden.“
Gab es einen Moment, in dem du unter dem Helm einen Lachkrampf oder einen Schrei der Erleichterung losgelassen hast? „Ja, tatsächlich beim letzten Rennwochenende nach dem zweiten Rennen. Nachdem ich meine ersten Führungsrunden gefahren bin und aktiv um den Sieg mitkämpfen konnte, war das Gefühl nach dem Rennen einfach unglaublich. Es war eine riesige Erleichterung und Bestätigung, zu sehen, dass die Veränderungen funktionieren und sich die ganze harte Arbeit ausgezahlt hat.“
Was hast du in dieser Saison im Moto4 Northern Cup gelernt? „Ich habe vor allem gelernt, das Motorrad besser zu verstehen und meinen Speed Schritt für Schritt aufzubauen. Außerdem habe ich viel über die Organisation und die richtige Vorbereitung auf ein Rennwochenende gelernt. Auch die vielen Zweikämpfe und Windschattenschlachten haben mir wertvolle Erfahrungen gebracht. Besonders gegen Ende der Saison habe ich probiert, meine eigene Pace konstant zu halten und mich weniger daran zu orientieren, anderen Fahrern zu folgen.“
Welchen Rat würdest du einem Rookie im Moto4 Northern Cup für 2027 geben? „Mein Rat wäre, immer zu versuchen, konstant zu bleiben und sich von Rennwochenende zu Rennwochenende kontinuierlich zu verbessern. Man sollte nicht erwarten, dass von Anfang an alles perfekt funktioniert, sondern sich Zeit geben, Erfahrungen zu sammeln und aus Fehlern zu lernen.“
Wie geht es in der Zukunft für dich weiter? Was ist dein Wunsch? „Unser Plan ist es, 2027 erneut im Moto4 Northern Cup anzutreten. Zusätzlich sind eventuell vier Gaststarts im European Talent Cup (ETC) geplant. Mein großes Ziel für die kommende Saison ist es, im Moto4 Northern Cup ganz vorne mitzufahren und die Meisterschaft möglichst unter den Top-3 abzuschließen. Bei den möglichen Gaststarts im ETC möchte ich so viele Erfahrungen wie möglich sammeln und natürlich mein Bestes geben.“