Der ADAC zeigt, dass Motorsport und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen. Durch wegweisende Initiativen übernimmt der ADAC eine führende Rolle bei der Nachhaltigkeit im Motorsport. Vom Einsatz batterieelektrischer und fossilfreier Antriebe im Rallyesport und in der Nachwuchsförderung bis hin zu nachhaltigem Denken bei Großevents, weitreichenden Kampagnen und neuen Konzepten für den Motorsport der Zukunft.
Fossilfreier Kraftstoff
Beim Kraftstoff übernimmt der ADAC eine Vorreiterrolle: Die DTM, das ADAC GT Masters, die ADAC GT4 Germany und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland und nutzen seit 2025 einen zu 100% nachhaltigen Kraftstoff. Der innovative Kraftstoff reduziert die CO2-Emissionen deutlich und trägt aktiv zur Dekarbonisierung der DTM-Plattform bei. „DTM Pro Climate" ist ein eigens für die DTM und ihre Rahmenserien produzierter Kraftstoff des britischen Herstellers Coryton.
Exklusiver DTM-Reifen mit nachhaltigen Bestandteilen
Neu in der Saison 2026 ist ein eigens für die DTM entwickelter und in Deutschland hergestellter Pirelli-Reifen, der nicht nur dank kurzer Lieferwege, sondern vor allem durch Komponenten aus FSC‑zertifiziertem Naturkautschuk Nachhaltigkeit auf die Strecke bringt. FSC steht für „Forest Stewardship Council“, eine Organisation, die die Nachhaltigkeit des verwendeten Naturkautschuks kontrolliert und sicherstellt, dass es entlang der gesamten Lieferkette zu keiner Vermischung mit nicht zertifiziertem Material kommt.
Strombetriebener Motorsport
Auch im elektrischen Motorsport ist der ADAC Vorreiter und leistet gemeinsam mit Opel Pionierarbeit: Bereits seit 2021 gehen dank dieser Zusammenarbeit elektrische Rallyeautos an den Start, ab dieser Saison im neuen ADAC Opel GSE Rally Cup. Die Teilnehmer gehen hier mit einheitlichen Opel Mokka GSE Rally auf Zeitenjagd. Die 281 PS starken Fahrzeuge demonstrieren einem breiten Publikum nicht nur den Fahrspaß von Elektroautos, sondern auch ihre Wettbewerbstauglichkeit in einem dynamischen Umfeld. Der gemeinsame Cup von ADAC und Opel ist dabei voll von Innovationen, angefangen bei den Fahrzeugen bis hin zu einer speziell entwickelten Ladeinfrastruktur, die das öffentliche Stromnetz nutzt und auf regenerativ erzeugten Ökostrom setzt.
Bottle-Free Zone
Bereits 2021 haben der ADAC und das Wassertechnologieunternehmen BWT mit der „Bottle-Free Zone" eine erfolgreiche Initiative ins Leben gerufen, um Events nachhaltiger zu gestalten. Unter dem Motto „Change the world, sip by sip" wird durch kostenlose Wasserspender im Fahrerlager Plastikmüll reduziert und der Transport von Trinkwasser überflüssig gemacht. In den vergangenen vier Jahren konnten so mehr als 1.400.000 Plastikflaschen eingespart werden. Mit der Kampagne „Driving Change“ demonstrieren BWT und die DTM in der Saison 2026 aufmerksamkeitsstark die gemeinsamen Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit.
XT1: Motorsport der Zukunft
Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, in der Gegenwart Projekte umzusetzen, sondern auch in die Zukunft zu denken. Der ADAC hat ein innovatives technisches Reglementkonzept für den GT- und Tourenwagensport entwickelt. Mit dem Konzept XT1 setzt der ADAC neue Maßstäbe für den Motorsport der Zukunft: technologieoffen, nachhaltig und serienrelevant. XT1 denkt Antriebstechnologie im Motorsport völlig neu. Es ermöglicht den fairen Wettbewerb unterschiedlicher Antriebsarten – ob Verbrenner mit E-Fuels oder Wasserstoff, Batterie oder Brennstoffzelle – in einem „Battle of Technologies“. Ziel ist ein Reglement, das Chancengleichheit und technische Vielfalt vereint.
Nachhaltigkeit auch in der Klassik
Nachhaltigkeit macht vor dem Alter nicht halt: In einem innovativen Langzeitprojekt betreibt der ADAC einen historischen VW Transporter 1500 (Typ 23 Kombi) Baujahr 1964 mit einem CO2-neutralem Kraftstoff. Für den Einsatz mit dem nachhaltigen Kraftstoff musste der historische Bulli der ADAC Strassenwacht zuvor nicht technisch umgerüstet werden. Die erste Bewährungsprobe hat der luftgekühlte Vierzylinder-Boxer des Volkswagens mit einem synthetischen Kraftstoff in der Saison 2022 erfolgreich bestanden. Bei verschiedenen Events legte der Bulli mehr als 3.000 problemlose Kilometer mit dem innovativem Kraftstoff zurück.
„Oldtimerfahrer können durch Einsatz eines E-Fuels zukünftig aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dass man einen Klassiker mit einem synthetisch hergestellten Kraftstoff CO2-neutral betreiben kann, wollen wir im Rahmen eines zukunftsweisenden und über drei Jahre angelegten Projektes aufzeigen“, so ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser.



