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DKM·23.9.2026

Showdown in Wackersdorf: Fünf Titel werden beim Finale vergeben

185 Fahrerinnen und Fahrer aus 21 Nationen am Start. Alle Meisterschaftsentscheidungen fallen im ProKart Raceland. Road to DTM und Formel 4 bringen den nächsten Karriereschritt ins Fahrerlager.

Die Deutsche Kart-Meisterschaft steht vor ihrem großen Saisonfinale. Vom 25. bis 27. September fallen im ProKart Raceland Wackersdorf die Entscheidungen in allen fünf Prädikaten. Nach vier abwechslungsreichen Rennwochenenden in Mülsen, Cheb, Ampfing und Kerpen wartet zum Abschluss noch einmal ein internationales Feld mit 185 Fahrerinnen und Fahrern aus 21 Nationen. Auch abseits der Strecke wird den Zuschauern einiges geboten: Im Fahrerlager werden Rennfahrzeuge aus dem ADAC GT Masters, der ADAC GT4 Germany, dem BMW M2 Cup sowie der neuen FIA F4 German Championship präsentiert. Wer nicht vor Ort sein kann, verfolgt die Entscheidungen im Livestream. Der ADAC Motorsport YouTube-Kanal überträgt beide Renntage. Am Samstag beginnt der Stream um 13:00 Uhr mit den Heats, am Sonntag geht es ab 09:30 Uhr mit den Super Heats weiter.

Das ProKart Raceland gehört seit vielen Jahren zu den festen Größen im deutschen und internationalen Kartsport. Die 1.190 Meter lange Strecke verbindet schnelle Passagen mit technisch anspruchsvollen Abschnitten und bietet zahlreiche Möglichkeiten für Positionskämpfe. Zum Saisonabschluss wartet damit noch einmal eine Herausforderung, bei der kleine Fehler große Auswirkungen haben können, insbesondere mit Blick auf die engen Titelkämpfe.

Offene Titelkämpfe bei den KZ2 und Mini

Besonders offen präsentiert sich die Ausgangslage in der KZ2. Emilien Denner (Formula K SRP Factory Team) zeigte sich bisher als fleißiger Punktesammler und reist mit 324 Zählern als Tabellenführer nach Wackersdorf. Nur 27 Punkte dahinter folgt der zweifache Saisonsieger Daniel Stell (Kartshop Ampfing), der damit neben dem Franzosen die beste Ausgangslage besitzt. Rechnerische Titelchancen haben ebenfalls noch Dion van Werven (CS Competition) mit 259 und Marek Skrivan (TB Racing Team) mit 257 Punkten. Das Feld wird in Wackersdorf zusätzlich durch schnelle Gäste verstärkt. Dazu gehören der amtierende DKM-Champion Danilo Albanese (Dörr Motorsport) aus Italien sowie Formel-4-Pilot Simon Rechenmacher (Dörr Motorsport).

Bei den Mini führt Albert Poulsen (Poulsen Motorsport) das Klassement mit 343 Punkten an. Nach seinem Sieg in Kerpen hat sich jedoch Leo Klok (CRG Holland) bis auf 38 Zähler herangearbeitet und möchte gemeinsam mit Mikas Toro Lundsholm (AF Competition), der 51 Punkte zurückliegt, den Spitzenreiter noch abfangen. Mit insgesamt 35 Youngstern erwartet die Nachwuchsklasse zum Saisonabschluss zugleich ihr größtes Starterfeld des Jahres.

Klare Ausgangslagen für Möhring, Kamenik und Staedtler

Deutlich komfortabler reist Henri Möhring (Dörr Motorsport) in der OK-N Junior in die Oberpfalz. Mit vier Finalsiegen in vier Rennen hat er eine starke Ausgangslage geschaffen und geht mit 95 Punkten Vorsprung in das Finalwochenende. Allein Milan Rossi (Lanari Racing Team) besitzt als Zweiter noch rechnerische Chancen auf die Meisterschaft. Bereits am Samstagabend könnte nach den Heats die Entscheidung fallen. Besonders stark ist diesmal das Teilnehmerinteresse, mit 46 Nennungen musste eine Warteliste eingerichtet werden, am Ende können nur 36 Fahrerinnen und Fahrer am Finalwochenende teilnehmen.

Besondere Bedeutung hat das Finale in der OK-N. Jakub Kamenik (Lanari Racing Team) führt mit 375 Punkten und startet mit 77 Zählern Vorsprung auf Ben Goetz (Ebert Motorsport) in den Endspurt. Constantin Papst (TB Racing Team) liegt 94 Punkte zurück und besitzt ebenfalls noch rechnerische Chancen auf den Titel. Dabei geht es um mehr als die Meisterschaft, in der OK-N-wird gleichzeitig die Road to DTM-Trophy vergeben. Der Gewinner erhält für 2027 die Startgebühr für eine komplette Saison im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany. Das Förderprogramm schafft damit einen direkten Übergang vom Kart- in den Automobilsport.

Ein volles Haus gibt es auch im KZ2 Cup. Oliver Staedtler (Formula K SRP Factory Team) hat nach seinem Erfolg in Kerpen mit 342 Punkten die beste Ausgangslage. Seine Verfolger Marc Gerstenkorn (Mach1 Motorsport) und Manuel Kastl (CS Competition) liegen 80 beziehungsweise 88 Zähler zurück und müssen in Wackersdorf entsprechend alles auf eine Karte setzen, um dem Spitzenreiter den Titel noch streitig zu machen. Mit 60 Nennungen ist der KZ2 Cup gleichzeitig das größte Feld des Finalwochenendes.

Next Step: Teams informieren über Aufstieg in den Formel- und Automobilrennsport

Auch abseits der Strecke rückt beim Saisonabschluss die Nachwuchsförderung in den Mittelpunkt. ME Motorsport präsentiert im Fahrerlager einen BMW M4 GT3 Evo wie er im ADAC GT Masters eingesetzt wird, einen BMW M4 GT4 EVO aus der ADAC GT4 Germany sowie einen BMW M2 aus dem BMW M2 Cup. Damit können die jungen Kartfahrer genau jene Fahrzeuge aus nächster Nähe erleben, die für den Gewinner der Road to DTM-Trophy bereits 2027 zum nächsten Karriereschritt werden könnten.

Einen weiteren Blick in die Zukunft ermöglicht CV Performance X JP Motorsport. Das Team stellt in Wackersdorf einen Formel-4-Rennwagen aus, welcher 2027 in der neuen FIA F4 German Championship zum Einsatz kommt. Die Nachwuchsformelserie fährt in ihrer Premierensaison bei fünf Veranstaltungen im Rahmen der DTM und schafft damit eine weitere Plattform für junge Talente auf dem Weg vom Kart- in den Formelsport.