Die ADAC GT4 Germany absolvierte auf dem Hockenheimring das Saisonfinale 2026 – und im Fahrerlager war wieder einiges los. Das sind die spannenden Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.
Bekanntes Gesicht: In der Saison 2023 wurde Simon Connor Primm (21/Großschirma) Junior-Champion der ADAC GT4 Germany. Danach ging er in den GT3-Sport. Zuletzt auf dem Sachsenring gab Primm sein Debüt in der DTM. Auf dem Hockenheimring kam er für einen Gaststart zurück in die ADAC GT4 Germany und fuhr einen Mercedes-AMG GT4 von CV Performance X JP Motorsport. „Nachdem ich in den letzten Jahren nur GT3-Autos fuhr, war es zunächst eine Umstellung. Aber das ist genau die Art von Herausforderung, die ich mag. Im GT3 macht man alles mit rund 15 bis 20 km/h mehr. Im GT4 hat man zudem auch viel weniger Aerodynamik“, meinte Primm. „Die ADAC GT4 Germany bereitet richtig Spaß und das Wochenende war einfach nur klasse.“
Vier Mal in Folge: Wie bereits 2023, 2024 und 2025 holte AVIA W&S Motorsport den Titel in der Team-Wertung der ADAC GT4 Germany. „Vier Team-Meisterschaften hintereinander zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes und macht mich unglaublich stolz“, erklärte Teamchef Daniel Schellhaas am Abend im Team-Zelt. „Das ist eine Leistung des gesamten Teams – jeder hat dazu beigetragen. Diese Konstanz ist unfassbar.“
Rookie-Champion: In der Rookie-Wertung konnte mit Lukas Stiefelhagen (19/NED) ein Pilot von ME Motorsport jubeln: „Ich bin überglücklich über den Titel, der das Ziel für die Saison 2026 war“, strahlte der BMW-Pilot. „Ich wollte in diesem Jahr so viel Erfahrung wie möglich sammeln. Das ist mir gelungen. Auf dem Erfolg können wir für nächstes Jahr auf jeden Fall aufbauen.“
PRO-AM-Titel: In der PRO-AM-Wertung für Fahrerpaarungen mit FIA-Status Silber/Bronze triumphierten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) „Ich freue mich sehr über den Titel. Er stellt den nächsten Schritt in meiner Karriereleiter dar“, meinte Horrell, der aufgrund einer Querschnittslähmung den Porsche über Hebel und Knöpfe am Lenkrad steuert. „Das Team hat uns über das gesamte Jahr ein super Auto hingestellt. Danke dafür an AVIA W&S Motorsport.“
Zwei Debütanten: Denis Robin Wolf (22/Frankfurt am Main, Razoon - more than Racing) und Luis Beilicke (22/Graben-Neudorf, FK Performance Motorsport) waren in Hockenheim erstmals überhaupt in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Darauf habe ich lange hingearbeitet“, meinte Beilicke während der Autogrammstunde. „Hier im Umfeld der DTM dabei zu sein, ist ein Kindheitstraum. Eventuell klappt es ja, 2027 in die ADAC GT4 Germany zurückzukommen.“
Volles Haus: Das Rennwochenende kam auch bei den Zuschauern extrem gut an. 112.000 Wochenend-Zuschauer freuten sich über viel Motorsport-Action und sorgten für eine grandiose Stimmung mit vollen Tribünen. Auch im Fahrerlager ging es durch die vielen Fans extrem eng zu.
Termine 2027: Die ADAC GT4 Germany geht nun in die Winterpause, doch der Kalender für das kommende Jahr steht bereits fest. Saisonauftakt ist vom 23. April bis 25. April 2027 auf dem Red Bull Ring in Österreich. Mit dabei sind auch die Motorsport Arena Oschersleben, das Saison-Highlight am Norisring, der Nürburgring und der Sachsenring. Das Saisonfinale findet vom 8. bis 10. Oktober 2027 auf dem Hockenheimring statt.
