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Porsche Carrera Cup Deutschland·21.4.2026

Der Porsche 911 Cup

Im Porsche Sixt Carrera Deutschland kommt ab der Saison 2026 der neue Porsche 911 Cup zum Einsatz. Die Neuauflage des Erfolgsmodells vereint umfangreiche Detailmodifikationen mit dem Design der Elfer-Generation 992.2. Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung lag auf einer verbesserten Performance und der Sicherstellung adäquater Einsatzkosten sowie einem vereinfachten Handling für Fahrer und Teams. Die Leistung des 4,0 Liter großen Sechszylinder-Boxermotors beträgt 520 PS.

„Der neue 911 Cup ist wie seine erfolgreichen Vorgänger ein Grenzgänger. Hier verschmelzen Serienbauteile unserer GT-Sportwagen mit reinrassiger Rennsport-Technologie zu einem schlüssigen und sehr performanten Gesamtkonzept“, betont Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Der Cup-Elfer gilt seit jeher als Aufgabe, als Herausforderung für diejenigen hinter dem Steuer. Und so soll es auch bleiben. Denn er ist auch die Ausbildungsplattform für unsere Porsche-Junioren. Und der Erfolg dieses Konzeptes lässt sich an den zahllosen Renn- und Meisterschaftssiegen ablesen.“

Bereits optisch setzt sich der 911 Cup erkennbar von seinem Vorgänger ab – etwa durch das Bugteil, das nun das Design des 911 GT3 der Generation 992.2 aufgreift. Die Frontspoiler-Lippe besteht fortan aus drei Teilen. So müssen nach Fremdkontakten nur noch die beschädigten Elemente ersetzt werden, dies senkt auch beim Ersatzteilversand die Verpackungs- und Transportkosten. Dem gleichen Zweck dient der Entfall des Tagfahrlichts: Damit kann es bei einer Kollision weder die dahinter liegenden Kühler beschädigen, noch muss es anschließend ersetzt werden.

Das aggressiver gestaltete Heck des neuen 911 Cup stellt eine komplette Neuentwicklung dar. Der Schwanenhals-Heckflügel erhält eine modifizierte Anbindung zu den Flügelstützen. Das vereinfacht die Positionseinstellung und das Handling. Die Motorraumabdeckung bekommt ein grundsätzlich modifiziertes Design. Ebenso wie nahezu alle Karosserie-Anbauteile inklusive der Türen bestehen sie aus einem recycelten Karbonfaser-Vlies in Kombination mit einem biobasierten Epoxydharz.

Der wassergekühlte Hochdrehzahl-Sechszylinder setzt weiterhin auf das Saugerprinzip. Der emotional klingende 4,0-Liter-Boxer fußt wie gehabt auf dem Aggregat des Porsche 911 GT3. In seiner jüngsten Rennversion mit nunmehr 382 kW (520 PS) übernimmt er zusätzliche Komponenten des Serienmotors wie etwa die strömungsoptimierten Einzeldrosselklappen und Nockenwellen mit längeren Ventilöffnungszeiten.

Technische Daten Porsche 911 Cup

Motor

  • Wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor

  • Hubraum 3.996 cm³

  • Max. Leistung: 382 kW (520 PS) bei 8.400 1/min

  • Max. Drehmoment: 470 Nm bei 6.150 1/min

  • Max. Drehzahl: 8.750 1/min

  • Synthetischer Kraftstoff

  • Rennsport-Katalysator

Getriebe

  • Hinterradantrieb, mechanisches Sperrdifferenzial

  • 4-Scheiben Sintermetall Rennsportkupplung mit verbessertem Pedalanschlag

  • Sequenzielles Porsche Sechsgang-Klauengetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad

Karosserie

  • Länge 4.599 mm / Breite: 1.920 mm vorne, 1.902 mm hinten / Radstand 2.468 mm

  • Höhe einstellbar über Fahrwerk

  • Mindestgewicht ohne Fahrer 1.288 Kilogramm

  • Leichtbaukarosserie in Aluminium-Stahl-Verbundbauweise

  • Eingeschweißter Überrollkäfig gemäß FIA-Vorschriften

  • Türen, Heckdeckel und Heckflügel aus recyceltem Karbonfaser-Vlies in Kombination mit biobasiertem Epoxidharz

  • In 13 Positionen manuell verstellbarer Heckflügel mit Schwanenhals-Aufhängung

  • Abnehmbare Rettungsluke im Dach nach neuesten FIA-Vorschriften

  • Hydraulische 3-Stempel-Wagenheberanlage

  • FT3 Sicherheitstank (ca. 110 Liter) mit Schnelltrennkupplungen zum Be- & Abtanken im geschlossenen System

Fahrwerk

  • Doppelquerlenker Vorderachse, einstellbar in Höhe, Sturz und Spur

  • Mehrlenker-Hinterachse, einstellbar in Höhe, Sturz und Spur

  • Schwingungsdämpfer mit motorsportspezifischer Ventilauslegung, nicht verstellbar

  • Beidseitig verstellbare Schwertstabilisatoren

  • Elektromechanische Servolenkung mit reduziertem Spurwendekreis und Rangierfunktion

Räder/Reifen

  • Einteilige, geschmiedete Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss; Felgengröße 12x18 Zoll vorne/13x18 Zoll hinten

  • Michelin-Rennreifen ohne Profil (Slicks) beziehungsweise Regenprofil, Dimension 30/65-18 vorne/31/71-18 hinten

Bremsen

  • Zwei getrennte Bremskreise mit Bremsdrucksensoren für Vorder- und Hinterachse; vom Fahrer regulierbar über ein Waagebalkensystem

  • Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel mit „Anti-Knock-Back“ Kolbenfedern, vorne sechs Kolben/hinten vier Kolben

  • Innenbelüftete Stahlbremsscheiben mit Aluminium-Bremsscheibentopf, vorne 380 mm x 35 mm/hinten 380 mm x 32 mm