Seltene Top-Modelle und Alltagsklassiker auf entspannter Zeit-Reise Foto: ADAC Youngtimer Tour
Seltene Top-Modelle und Alltagsklassiker auf entspannter Zeit-Reise Foto: ADAC Youngtimer Tour

Coole Vielfalt auf dem Pflaster der Hauptstadt

Über 50 Fahrzeuge erkunden vom 6. bis 8. Oktober Berlin und Umgebung

Wenn die ADAC Youngtimer Tour 2017 unter dem Berliner Funkturm startet, sind vom 6. bis zum 8. Oktober über 50 junge automobile Klassiker unterwegs.

Zum zweiten Mal startet die ADAC Youngtimer Tour im Rahmen der Oldtimer-Messe "Motorworld Classics Berlin" auf dem Messegelände im Westen der Spree-Metropole. Vielfalt ist dabei Trumpf: Seltene Top-Modelle und Brot-und-Butter-Klassiker gehen gemeinsam an den Start, ergänzt von sportlichen Sondermodellen und ganzjährig geöffneten Cabrios.

Standesgemäß rollen statt angespannt hetzen - wo ginge das besser als hinter dem Lenkrad eines Mercedes-Benz S600 Coupe? Der mächtige Gleiter aus Stuttgart wird von Dr. Frank Eisenhauer pilotiert. Im schwäbischen Top-Modell produzieren zwölf Zylinder 394 PS, die den 1994 gebauten und über fünf Meter langen Luxus-Kreuzer souverän antreiben. Das einstige Flaggschiff der Stuttgarter Modellpalette führt eine Flotte von neun Mercedes-Benz an, darunter SL-Modelle der Baureihen R107 und R129 sowie E-Klasse Cabriolets der Baureihe 124.

Weniger Raum nimmt das Mitsubishi Sapporo Cabriolet von Wolfgang Weimar ein. Der 112 PS starke Japaner von 1984 wurde nur 52 Mal gebaut und ist in Deutschland damit ein echter Exot. Auch den fernöstlichen Mitsubishi Diamante von Jan Oettel dürften nur ausgeprägte Autokenner auf dem Schirm haben - das seltene Modell im königlichen Imperial Beige bringt es auf 213 PS.

Sonja Thewes Renault R4 von 1982 verkörpert die gallische Art von Gelassenheit. Das nützliche Alltagsauto mit der großen Klappe verwöhnt seine Insassen mit der Gewissheit, dass 34 PS im vorderen Maschinenraum für automobile Glücksgefühle vollkommen ausreichend sind. Nur ein Jahr jünger ist der Volkswagen Golf von Jacob Andreas. 1983 gelangte der erfolgreiche Millionenseller in die Hände von VW-Tuner Oettinger und erhielt dort eine Leistungsspritze nach Art des Hauses. Mit 142 PS wird seitdem aus dem Golf ein sportlicher Wolfsburger im Schafspelz. Auch der Peugeot 205 Rallye 1.9 von Bernd Schneider in der "heißen" Version von 1992 verbindetet sich kompakte Form und 102 PS Leistung zu einem knackigen Fahrspaß-Gesamtpaket. Ein "Hot-Hatch" ist auch der Renault Clio Willams, der aus zwei Litern Hubraum 150 PS leistet und die Formel-1-Erfolge des Williams-Rennstalls und Renault in den 1990er Jahren verkörpert.

Kein Auto-Event ohne Porsche 911. Auch bei der ADAC Youngtimer Tour läuft die Legende aus Zuffenhausen in verschiedenen Varianten. Ob als Baureihe 964, 993 oder dem "G-Modell" als Targa oder Turbo, der in diesen Modellen noch luftgekühlte Sechszylinder-Boxermotor verkörpert mit seinem heiseren Röhren die 80er und 90er Jahre immer noch sehr stimmungsvoll. Auch die Transaxle-Modelle mit V8 und Reihen-Vierzylinder von Porsche sind mit 928 S4 und 968 CS im Feld vertreten. Ebenso wie die Sportwagen-Konkurrenz aus Italien darf bei der Tour rund um Berlin keinesfalls fehlen. Mit Mittelmotor und 300 PS aus einem 3,4-Liter großen V8-Motor nimmt der Ferrari 348 tb von Jörg Heise die ADAC Youngtimer Tour in Angriff.

Als bayrischer Vertreter der Gattung "legendäre Maschinen" tritt der BMW 840 Ci von Helmut Fromme an - und das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Das 286 PS starke V8-Triebwerk des eleganten Münchner Coupes von 1998 kam auch im Range Rover oder Morgan Aero 8 zum Einsatz.