MotoGP Sachsenring

MotoGP·12.8.2021

MotoGP Österreich live im TV: Alle Sendezeiten

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Mit einem aufsehenerregenden Unfall und dem Sensationssieg von Jorge Martín startete das doppelte Spielberg-Wochenende spektakulär. Rückschlüsse für das zweite Rennen am Red Bull Ring sind jedoch nur bedingt zulässig. ServusTV-Experte Alex Hofmann: „Kleinigkeiten können den großen Unterschied ausmachen.“ ServusTV überträgt den Großen Preis von Österreich live.

Jorge Martín: Mentale und körperliche Meisterleistung

Spielberg bleibt Ducati-Land. Sechs der letzten sieben Rennen konnte der italienische Rennstall am Red Bull Ring gewinnen. Dass Rookie Jorge Martín nach dem Horrorcrash in Portimão noch 2021 seinen Premierensieg in der Königsklasse holen würde, kam aber selbst für Alex Hofmann überraschend: „Man hat schon in Katar gesehen, dass er es kann. Wie schnell er aber nach den schweren Verletzungen an drei verschiedenen, für das Motorradfahren wichtigen Körperstellen physisch und psychisch zurückkommt, ist beeindruckend.“

Rookie vollgepumpt mit Selbstvertrauen

Freilich stellt sich die Szene die Frage, ob ein durchgehend fitter Jorge Martín in seiner Rookie-Saison um die WM hätte kämpfen können. „Ich glaube, ja“, meint der ServusTV-Experte. „Auf einigen Rennstrecken wäre er zwar sicher auf Plätze zwischen fünf und zehn gelandet, bei gutem Verlauf auf fünf.“ Wichtiger sei aber, dass sich der Pramac-Pilot wieder wohlfühle. „Er wird jetzt vollgepumpt mit Selbstvertrauen sein. Denn dieser Sieg ist für ihn vermutlich über den Moto3-Titel zu stellen.“

Ducati: Satellitenteams flotter als Werksbikes

Dass die Ducati-Privatfahrer besser performen als die Werksbikes, könnte laut Hofmann vor allem in der Außendarstellung zum Problem werden. „Für das Team ist es gut, wenn auch die Privaten schnell sind. Das Dilemma entsteht bei den großen Sponsoren, die irgendwann anklopfen und fragen werden, warum die Motorräder, in die sie ihr Geld stecken, nicht vorne sind. Diese Entwicklung wird noch interessant. Stand jetzt haben alle freie Fahrt.“

Joan Mir: Absenkvorrichtung verleiht Boost

Weltmeister Joan Mir fuhr mit dem zweiten Rang beim StyrianGP erneut aufs Podest und schlich sich heimlich, still und leise auf Platz drei im Gesamtklassement. „Sein Konzept, konstant zu punkten, hat sich nicht geändert. Und obwohl kein Powerbike, hat Suzuki schon letztes Jahr am Red Bull Ring gut funktioniert.“ Zudem setzten die Japaner erstmals das Ride-Height-System zum Absenken des Hecks ein. „Endlich etwas Neues bekommen zu haben, wird Mir einen Boost geben.“

Fabio Quartararo: Maximum aus Möglichkeiten

Indes baut Fabio Quartararo stetig seinen WM-Vorsprung aus, der nach dem dritten Platz am Sonntag auf 40 Punkte angewachsen ist. „Dass er immer das Maximum herausholt, zeigt, wie er im Kopf aufgestellt ist. Er analysiert genau, was möglich war und was er daraus gemacht hat“, so Hofmann, der die Beständigkeit des Franzosen mit der Weltmeistersaison von Joan Mir vergleicht – mit dem feinen Unterschied, dass der Yamaha-Pilot noch bessere Resultate liefert. „Im Vorjahr haben wir alle diskutiert, warum keiner die Hand hebt und sagt, ich will den Titel. Dieses Jahr macht Fabio genau das.“

Kein Herausforderer in Sicht

Mental habe sich Quartararo jedenfalls enorm weiterentwickelt, auch im Qualifying werde der 22-Jährige immer stärker und sei im Titelrennen nur mehr schwer einzufangen. Hofmann: „Jetzt müsste einmal eine Gegenattacke kommen, bei der ein Fahrer ordentlich hineingrätscht und eine Reihe von zwei, drei Siegen einfährt. Dieses Szenario zeichnet sich momentan aber nicht ab.“

Bringt Tyre-Allocation anderen Rennverlauf?

KTM, das 2020 die Ducati-Siegesserie am Red Bull Ring durchbrechen konnte, erlebte ein gemischtes erstes Wochenende am Spielberg. „Brad Binder hat aber gezeigt, dass man von der Performance her ums Podium mitfahren kann.“ Hoffnung soll nun ein härterer Vorderreifen bei der Tyre-Allocation geben, der auch Yamaha und Honda-Star Marc Márquez entgegenkommen dürfte. „Ein Perfect Match könnte gegenüber letztem Sonntag einiges durcheinanderwerfen.“

Valentino Rossi im Exklusiv-Interview

ServusTV berichtet von Freitag bis Sonntag rund 18 Stunden lang live. Dabei gibt u.a. Valentino Rossi ein großes Exklusiv-Interview zu seinem MotoGP-Abschied. Ein Feature über die Teamchefs gewährt Einblicke hinter die Kulissen der Rennställe, Leadership-Methoden und Persönliches. Und ServusTV schaut auch in der Kultgarage von Experte Gustl Auinger vorbei, der zudem seine Buben im Red Bull Rookies Cup präsentiert.

Tracklap auf MotoGP-Bike

Andrea Schlager und Gustl Auinger melden sich vom Studio am Streckenrand, Kommentator ist wie gewohnt Christian Burgger. Alex Hofmann und Stefan Bradl liefern Interviews, Stimmungsberichte, Topnews und alles Wissenswerte zwischen Paddock, Boxengasse und Kommenatorenbox. Und Hofmann absolviert die zuletzt wetterbedingt verschobene, weltexklusive Tracklap auf einem KTM-MotoGP-Bike.

Bitci Motorrad Grand Prix von Österreich vom 13. bis 15. August LIVE bei ServusTV

Freitag (13. August)

UhrzeitSession
08:55 Uhr
1. freies Training Moto3
09:55 Uhr
1. freies Training MotoGP
10:55 Uhr
1. freies Training Moto2
13:10 Uhr
2. freies Training Moto3
14:10 Uhr
2. freies Training MotoGP
15:10 Uhr
2. freies Training Moto2

Samstag (14. August)

UhrzeitSession
08:55 Uhr
3. freies Training Moto3
09:55 Uhr
3. freies Training MotoGP
10:55 Uhr
3. freies Training Moto2
12:25 Uhr
Qualifying Moto3 LIVE
13:30 Uhr
4. freies Training MotoGP LIVE
14:10 Uhr
Qualifying MotoGP LIVE
15:10 Uhr
Qualifying Moto2 LIVE

Sonntag (15. August)

UhrzeitSession
09:30 Uhr
Warm-up MotoGP
11:00 Uhr
Rennen Moto3 LIVE
12:20 Uhr
Rennen Moto2 LIVE
14:00 Uhr
Rennen MotoGP LIVE
15:25 Uhr
Rennen MotoE Re-Live