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21.08.2014 - ADAC Rallye Deutschland

Pressekonferenz vor der Veranstaltung

Teilnehmer:
Dani Sordo, Hyundai Motorsport
Jari-Matti Latvala, Volkswagen Motorsport
Kris Meeke, Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team
Elfyn Evans, M-Sport World Rally Team

F:
Dani, im Vorjahr haben Sie hier in Deutschland nach einem unglaublichen Kampf mit Thierry Neuville hier Ihren ersten Sieg in der Rallye-WM geholt. Kommen Sie mit guten Erinnerungen hierhin zurück?
DS:
Selbstverständlich habe ich gute Erinnerungen, auch an diesem Raum (Pressekonferenzraum). Aber das ist jetzt ein Jahr her, das sind nur noch Erinnerungen. In diesem Jahr ist die Situation mit einem anderen Auto komplett neu für mich. Ich freue mich, in der Meisterschaft mit dabei zu sein, aber auch über meine Rückkehr nach Deutschland. Es gefällt mir hier sehr gut.

F:
Wie gut es Ihnen gefallen hat, haben wir ja im Vorjahr gesehen, aber wie Sie erwähnten, ist die Situation in diesem Jahr unterschiedlich, da Sie ja in einem neuen Auto sitzen, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Wie fährt sich der Hyundai auf Asphalt?
DS:
Das Auto ist wirklich nicht schlecht, es ist allerdings noch sehr neu. Es ist gegenüber Monte Carlo auch besser, aber da reden wir eher von kleinen Sachen als von großen Schritten. Im Bereich Motor und Fahrwerk müssen wir uns noch weiter verbessern, aber die Basis ist gut und wir sind auf dem richtigen Weg.

F:
Was erhoffen Sie sich also für dieses Wochenende? Glauben Sie, dass Sie in der Lage sein werden, ganz vorne mitzumischen?
DS:
Ich möchte gerne vorne mitfahren, aber Volkswagen und Citroën sind sehr stark, und für Ford gilt das Gleiche. Ein Podiumsplatz wäre ein tolles Ergebnis, aber natürlich wollen wir immer mehr.

F:
Wir sehen Sie nicht bei jedem WM-Lauf, der zweite Fahrerplatz bei Hyundai wechselt ja oft. Im Hinblick auf einen festen Fahrerplatz bei Hyundai für das kommende Jahr, spüren Sie da irgendwelchen Druck, dass Sie bei jeder Rallye, bei der Sie mitfahren, immer das Beste geben müssen?
DS:
Über nächstes Jahr kann ich noch gar nichts sagen. Ich versuche einfach, bei jeder Rallye mein Bestes zu geben, ebenso hier und bei den nächsten zwei Rallyes. Was dann nächstes Jahr passiert, werden wir sehen. Es wäre schön, wenn ich wieder fahren könnte.

F:
Jari-Matti, vor zwei Wochen feierten Sie einen großartigen Heimsieg in Finnland. Sie waren nicht nur auf der Strecke, sondern auch psychisch stark. Jost Capito sagte, das wäre Ihre beste Leistung aller Zeiten. Sehen Sie das genauso?
J-ML:
Ja, das sehe ich auch so. Es war die beste fahrerische Leistung meines Lebens und es wäre super, wenn ich auch zukünftig wieder so fahren könnte. Was das Psychische betrifft: Es war vor allem etwas Besonderes als ich ein Problem hatte, aber dennoch die Führung verteidigen konnte, sogar als Ogier nur 3,5 Sekunden hinter mir war. Es wäre vor allem Top, wenn ich solche Leistungen abrufen könnte, wenn es um die Meisterschaft geht. Solche Leistungen kann man nicht bei jeder Rallye erwarten, aber es ist etwas Großartiges.

F:
Verschafft Sie der Erfolg auch für diese Rallye Rückenwind? Sind Sie in der Lage, auf Asphalt vorne mitzufahren?
J-ML:
Im Vorjahr habe ich hier ja geführt, aber dann kam Dani sehr schnell von hinten auf. Er setzte mich unter Druck und ich habe einen Fehler gemacht. Damit war das Duell zu Ende und letztendlich gab es im Vorjahr einen großartigen Sieg für Dani. Dieses Jahr hoffe ich auf einen guten Lauf und einen Podiumsplatz. Das wäre großartig! Wenn wir um den Sieg mitfahren könnten, wäre das phantastisch, aber für die Fahrerwertung ist jeder WM-Punkt wichtig. Lass uns in der ersten Prüfung erst einmal ein gutes Gefühl aufbauen, und dann werden wir schon sehen, wie es läuft.

F:
In Finnland sagten Sie, dass Sie noch eine Chance im Kampf um die Meisterschaft hatten. Müssen Sie hier gewinnen, damit Sie diese Chance aufrechterhalten?
J-ML:
Natürlich wurde ich mit einem Sieg einen Schritt Näher zum Titel kommen, keine Frage, aber nach dieser Rallye stehen noch vier WM-Läufe auf dem Programm. Im Finnland musste ich unbedingt gewinnen, aber hier hätten wir auch noch eine Chance, wenn wir nur einige Punkte weniger als Ogier einfahren würden. Ein Sieg wäre allerdings sehr hilfreich. Ich werde versuchen, den Titelkampf so lange wie möglich offen zu halten.

F:
Sie haben schon einige Male die Unterstützung von Christoph Treier aus Ihrem Team angesprochen. Wie groß war seine Hilfe in der Vorbereitung auf dieser Rallye?
J-ML:
Wir haben uns gut weiterentwickelt. Nach der Rallye in Finland war die Umstellung auf Asphalt sehr wichtig. Hier ändert sich das Gripniveau durch das Cutten und die unterschiedlichen Beläge ständig. Daran haben wir gearbeitet. Hoffentlich bin ich bereit für die wechselnden Bedingungen. Normalerweise ist man schon recht weit vorne mit dabei, wenn man hier einen sauberen Lauf hat.

F:
Kris, auch Sie haben in Finnland eine starke Leistung gezeigt. In der Vergangenheit hatten Sie hier einige gute Auftritte in der Junior-WM bei dieser Rallye, ebenso 2008 mit einem Clio. Es ist schon drei Jahre her, dass Sie zueletzt eine komplette Asphalt-Rallye gefahren sind. Was sind Ihre Erwartungen für diese Rallye?
KM:
Finnland war gut, auch für mein Selbstvertrauen, da ich diese Rallye schon vorher gefahren war. Das ich dort konstant war, hat mir sehr geholfen. Tatsächlich ist diese Rallye meine erste Asphaltrallye in drei Jahren. Ich mag diese Veranstaltung. Das Auto spricht für sich, Citroën hat diese Rallye elf Mal in Folge gewonnen. Autos fahren sich jedoch nicht selbst. Ich bin an diesem Wochenende der beschränkende Faktor. Wir werden sehen, was dabei rauskommt. Im Shakedown habe ich mich wohl gefühlt, außerdem hatten wir am vergangenen Wochenende einen sehr guten Test. Ich gehe ohne großen Erwartungen an die Sache ran, habe mir selbst keine Ziele gesetzt. Ich werde nur versuchen, die Fahrt zu genießen.

F:
Das wird also die gleiche Strategie wie in Finnland? Auch dort sagten Sie, dass Sie sich wohl gefühlt haben, und die Ergebnisse folgten wie von alleine.
KM:
Jawohl, so läuft es. Wenn man Spaß hat, braucht man sich um die Stoppuhr keine sorgen machen, die läuft schon von alleine. In dem Moment, in dem man anfängt, sich Sorgen um die Zeiten zu machen, kann es leicht schief gehen. Ich versuche nur, mein Bestes zu geben, und dann sehen wir schon, wo wir stehen.

F:
Was unterscheidet Deutschland von den anderen Asphaltrallyes im Kalender?
KM:
Mir liegt diese Rallye seit meinen ersten Erfahrungen mit dem C2 S1600, damals, als Dani und ich noch ein wenig junger waren. Ich habe gute Erinnerungen an diese Rallye. Auch im privaten Clio 2008 und im MINI 2011 lief es gut. In der jüngsten Vergangenheit bin ich hier nicht mehr gefahren, aber ich fühle mich im Auto wohl. Die Strecken hier sind so schnell, man muss sehr genau und konzentriert fahren. Vielleicht brauche ich etwas Zeit, damit ich reinkomme, aber ich werde alles geben, damit die Leistung passt.

F:
Der Michelin-Vollregenreifen, der für dieses Wochenende neu ist, bietet für die Fahrer eine weitere Auswahlmöglichkeit. Natürlich weiß niemand genau, was das Wetter bereithält, aber sind Sie mit dem Reifen zufrieden?
KM:
Es ist vielleicht kein Reifen für extrem nasses Wetter, der Reifen ist eher geeignet für Monte Carlo. Er wäre für eine normale Asphaltrallye optimal. Keiner mag es, fahren zu müssen, wenn viel Wasser auf der Strecke steht. Aquaplaning ist niemals schön, denn dann ist man nur noch Passagier hinterm Lenkrad. Für nasse Bedingungen haben wir also hiermit eine zusätzliche Option.

F:
Spüren Sie irgendwelchen Druck, um einen Fahrerplatz für das kommende Jahr sicherzustellen, oder denken Sie während einer Rallye gar nicht daran?
KM:
So ging es mir fast während meiner ganzen Karriere. Zweimal bin ich schon zurückgetreten, zweimal bin ich aber auch wieder zurückgekehrt. Jede Rallye ist wichtig. Im Vorjahr hatte ich in Finnland und Australien zwei Einsätze. Auf diesem Niveau gibt es halt immer Druck. Wenn man aber Spaß hat, kommen die Zeiten und die Ergebnisse von alleine, und was nächstes Jahr ist, werden wir dann schon sehen.

F:
Elfyn, für Sie gibt es in diesem Jahr so viele neue Rallyes, aber die zweite Saisonhälfte scheint für Sie besser zu sein. Mit welchen Gefühlen sind Sie zur Rallye Deutschland gekommen?
EE:
Ich freue mich sehr auf meine erste ordentliche Asphaltrallye auf WM-Niveau. Das Vorjahr war für uns ein Lernjahr. Auf Asphalt fühlt sich das Auto bislang sehr gut an und wir freuen uns auf den Einsatz.

F:
Beim Test hatten Sie einen leichten Abflug in den Weinbergen. Was genau ist dort passiert und haben Sie bis zum Unfall guzte Erkenntnisse über das Auto gewinnen können?
EE:
Ja, wir hatten schon bald einen leichten Abflug, aber das hat uns nur etwa eine halbe Stunde Zeitverlust eingebracht. Abgesehen von dem Zwischenfall war der Test sehr produktiv. Wir hatten auch stabile Bedingungen.

F:
Also sind Sie für diese Rallye sehr zuversichtlich?
EE:
Ja, das Auto fühlt sich sehr gut an. Vielleicht brauchen wir einen halben Tag, damit wir uns zurecht finden, aber insgesamt haben wir ein gutes Gefühl. Wenn der Aufschrieb passt und alles weitere auch, gibt es keinen Grund, warum wir den Rest der Rallye nicht genießen könnten.

F:
Wir haben gesehen wie Sie in Ihrer ersten WM-Saison viel gelernt haben. Wie lautet der Plan für die zweite Hälfte des Jahres? Glauben Sie, dass sie Ihren Speed steigern können?
EE:
Bislang hatten wir einige Höhen und Tiefen. Zeitweise war der Speed recht gut, vor allem bei einigen Zwischenzeiten, aber wir haben auch den einen oder anderen Fehler gemacht. Wenn es uns gelingt, etwas konstanter und fehlerfreier zu werden, könnte die zweite Saisonhälte recht gut werden. Wir schauen mal, was wir machen können.

F:
Was sind bei der Rallye Deutschland die richtigen Herausforderungen?
EE:
Das Wetter ist das wichtigste Thema. Wenn es stabil bleibt, kann es wirklich eine tolle Rallye werden. Ich bin hier schon zweimal gefahren und hatte jedes Mal irgendwann die falschen Reifen drauf. Die Chance ist groß, dass uns das dieses Jahr wieder passieren wird, aber wir werden pushen und werden versuchen, die Reifen auf Temperatur zu bekommen.

FIA WRC 2 MEISTERSCHAFT

Teilnehmer:
MARTIN MCCORMACK
ARMIN KREMER

F:
Martin. Diese Saison sehen wir Sie im WRC2. In Portugal und auf Sardinien sind Sie schon auf Schotter gefahren, aber hier in Deutschland steht eine Asphalt-Rallye an. Fühlen Sie sich da mehr zuhause als auf Schotter?
MMC:
Ganz bestimmt, auf Schotter versuche ich noch mehr zu lernen und die Erfahrungen richtig zusammenzufassen. Schon beim Shakedown heute Morgen, habe ich mich im Auto wie zuhause gefühlt. Ich weiß genau, welche Schritte ich in welche Richtung unternehmen muss. Ich habe den Aufschrieb bereits verbessert, und ich fühle mich mit dem Auto auf Asphalt absolut wohler.

F:
Wie ordnen Sie die kommenden Prüfungen nun nach dem Shakedown ein?
MMC:
Ich war sehr beeindruckt, als ich hier her kam. Ich bin glücklich mit dem Charakter dieser Prüfungen. Manche sind wirklich sehr schwierig. Es wird eine gute Rallye werden – besonders am Freitag, wenn es trocken bleibt. Aber am Samstag wird es eine ganz schwierige Herausforderung sein, wenn es regnen sollte.

F:
Haben Sie bereits Erfahrungen mit den Hankook-Reifen auf nasser Strecke gemacht?
MMC:
Noch nicht, aber heute Morgen war ich schon beeindruckt. Auf nasser Strecke wird es eine Herausforderung sein. Momentan bin ich jedenfalls noch glücklich mit den Reifen.

F:
Es ist Ihr Debüt-Jahr im WRC2. Bei wie vielen Rallyes werden wir Sie noch am Start sehen und was stellen Sie sich für die Zukunft vor?
MMC:
Ich werde definitiv in Frankreich starten. Über Großbritannien schwebt noch ein Fragezeichen, obwohl es mein Heimspiel ist. Ich würde gerne zuhause fahren, doch im Moment bin ich mir für Frankreich sicher, und danach muss ich weiter sehen.
F:
Gibt es schon Pläne für nächstes Jahr?
MMC:
Ich habe noch nicht mit meinem persönlichen Sponsor TIGERRISK gesprochen, aber sie sind schon mal glücklich, wie das Programm derzeit läuft und über den Feedback. Und da gibt es schon Zusagen, dass ich im nächsten Jahr Teil des Hankook-Teams sein werde. Wir versuchen, alles besser und schneller zu machen.

F:
Armin, wir haben Sie seit der Rallye Monte Carlo nicht mehr gesehen. Wie ordnen Sie jetzt hier Ihr Heimspiel ein?
AK:
Ja, seit der Monte ist viel Zeit vergangen. Ich arbeite viel mit dem Opel Junior Rally Team, also bin ich gar nicht so weit weg vom Rallyesport. Hier haben wir nun einen neue Situation. Bei der Monte bin ich mit einem Fiesta R5 gefahren, jier nun mit einem Fabia S2000 – das ist für mich eine neue Erfahrung auf Asphalt-Pisten.

F:
Wie fährt sich das Auto?
AK:
Fantastisch – es ist ein Rennwagen! Eine neue Erfahrung, mit der ich viel arbeiten kann.

F:
Sie sind diese Rallye häufig gefahren. Es bleibt eine große Herausforderung. Was ist das Geheimnis für einen Erfolg hier?
AK:
Das ist sehr schwierig. Dieses Terrain liegt uns sehr. Es gibt sehr schöne Weinbergstrecken – oder die Panzerplatte. Für jeden ist es eine neue Situation.

F:
Das Wetter spielt ebenfalls eine enorm große Rolle. Wie verändert Regen die Situation –gerade auf der Panzerplatte?
AK:
Das ist nicht wirklich schön. Wir WRC2-Fahrer haben keine Idee, was wir tun können. Wir dürfen die Reifen nicht schneiden – wir haben keine Regenreifen. Und das ist wirklich gefährlich.

F:
Ist dies die einzige Rallye soweit oder sehen wir Sie auf noch mehr WRC2-Veranstaltungen?
AK:
Dieses Jahr nicht mehr – aber vielleicht sehen Sie mich in einer anderen Funktion.

F:
Und was ist mit dem nächsten Jahr?
AK:
OK, ich bin mehrheitlich mit dem Opel Junior Rally Team verbunden. Vielleicht findet sich noch ein neues deutsches Talent.

FIA JUNIOR RALLYE-WM

Teilnehmer:
Mohammed Al Mutawaa – Citroën DS3 R3T
Christian Riedemann – Citroën DS3 R3T

F:
Mohammed, Sie hatten Ihren Auftakt im letzten Jahr hier in Deutschland. Inwiefern wird Ihnen diese Erfahrung nun helfen? Was haben Sie im letzten Jahr gelernt?
MAL:
Abu Dhabi Racing hat mir eine einmalige Gelegenheit gegeben und sehr geholfen. Im letzten Jahr habe ich bei meiner ersten Asphalt-Rallye viele Punkte gesammelt. Ich hoffe, ich werde dieses Jahr schneller sein. Ich fühle mich jetzt wohler mit dem Auto und habe viel in Sachen Aufschrieb gelernt – es sollte also alles gut gehen.

F:
Sie haben von dieser einmaligen Gelegenheit gesprochen. Ist sie wirklich einmalig oder werden wir Sie bei mehreren Junior WRC Veranstaltungen sehen?
MAL:
Sofern sich meine Leistung weiterhin verbessert, wird Abu Dhabi Racing mich hoffentlich auch zukünftig unterstützen und mir helfen, mich weiter zu entwickeln.

F:
Wir haben Ihre Leistung bei der Middle Eastern Rally Championship verfolgt. Wie fühlen Sie sich auf Asphalt?
MAL:
Ehrlich gesagt fühle ich mich auf Asphalt wohler als auf Schotter, da ich vier Jahre lang auf der Rundstrecke unterwegs war. Schotter ist eine schwierige Oberfläche, weil man darauf das Verhalten des Autos schwer vorhersehen kann. Aber Asphalt liegt mir sehr gut. Ich kann hier so gut wie nur möglich pushen und kenne genau die Grenzen.

F:
Wie lief bei Ihnen heute Morgen der Shakedown? Sind Sie mit Auto und Set-up zufrieden?
MAL:
Ja, sehr! Citroën Racing und PH Sport haben gute Arbeit geleistet. Vor einer Woche haben wir getestet. Es fühlt sich alles gut an. Wir sind bereit für dieses Wochendende.

F:
Christian, das ist Ihre Heim-Rallye. Wegen einer Ellenbogen-Verletzung konnten Sie vor einigen Wochen in Finnland nicht starten. Ist Ihr Ellenbogen wieder in Ordnung und können Sie fahren?
CR:
Ich bin so froh, bei meiner Heim-Rallye zurück zu sein! Gelegentlich bereitet mir mein Ellenbogen noch ein paar Schwierigkeiten, aber ich werde problemlos fahren können. Ich war enttäuscht, in Finnland nicht starten zu können. Dort wollte ich unbedingt fahren, weil ich schon drei Mal dort war, aber so spielt das Leben. Nun freue ich mich, wieder im Auto sitzen zu können und bei meiner Heim-Rallye dabei zu sein.

F:
Was erwarten Sie von diesem Wochenende? Sie liegen momentan auf dem vierten Gesamtplatz der Junior WRC.
CR:
Wir haben erst drei von sechs Rallyes hinter uns. Im Hinblick auf die Meisterschaft ist jetzt erst Halbzeit, und ich möchte so viele Punkte wie möglich sammeln. Diese Rallye möchte ich auf dem Podium beenden, auf dem ersten oder zweiten Platz. Realistisch gesehen habe ich in diesem Jahr meine letzte Chance in der WRC. Nächste Woche werde ich 27 Jahre alt. Die Heim-Rallye ist super für meine Fans und Familie. Ich freue mich sehr auf das Wochenende!

F:
Sind Sie mit Ihrer bisherigen Leistung in diesem Jahr zufrieden?
CR:
Ja, ich bin sehr zufrieden! Ich hatte für Polen meinen Aufschrieb geändert und war dort glücklich mit meiner Geschwindigkeit. Ich war zum ersten Mal auf einer Ebene mit Lefebvre und Fisher, während Fisher in der Vergangenheit ein wenig schneller war als ich. Ich habe mich auf Schotter verbessert, jetzt werden wir sehen, wie es auf Asphalt läuft. Da ich Deutscher bin, liegt mir Asphalt normalerweise besser.

F:
Wie viel werden Sie riskieren? Werden Sie alles daran setzen, hier zu gewinnen?
CR:
Nein, nicht von Anfang an. Es wird kompliziert, wenn es am Samstag auf der Panzerplatte regnet. In diesem Jahr wird es auf der Panzerplatte noch schwieriger als zuvor, weil einige neue Streckenabschnitte dabei sind und der Beton sehr hart ist. Für die Autos mit Zweirad-Antrieb ist es wichtig, die Reifen für die lange Wertungsprüfung zu schonen.
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