Auf dem Weg zum Sieg: Michelisz ist im Hyundai i30 N TCR nicht zu stoppen Foto: ADAC TCR Germany
Auf dem Weg zum Sieg: Michelisz ist im Hyundai i30 N TCR nicht zu stoppen Foto: ADAC TCR Germany

FIA WTCR-Champion Michelisz triumphiert

Honda Civic TCR-Pilot Dominik Fugel neuer Tabellenführer

Im Hyundai i30 N TCR gewinnt Michelisz vor Mike Halder und Andreas Bäckman. Nico Gruber im zweiten Rennen am Sonntag auf der Pole Position.

Perfekter Einstand für Tourenwagenstar Norbert Michelisz: Der FIA WTCR-Champion hat bei seinem Gaststart in der ADAC TCR Germany das dritte Saisonrennen auf dem Nürburgring gewonnen. Der 36-jährige Ungar setzte sich im vom Hyundai Team Engstler eingesetzten VIP Auto vor Mike Halder (24, Meßkirch, Profi Car Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR und Gaststarter Andreas Bäckman (24, Schweden, Target Competition) im Hyundai i30 N TCR durch. Bester Pilot der Honda Junior Challenge war René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR auf Platz sieben.

"Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat. Es war aber nicht so leicht, wie es vielleicht ausgesehen hat. Gerade in der zweiten Rennhälfte hatte ich ein paar Probleme, aber es hat gereicht", sagte Michelisz, der lobende Worte für die ADAC TCR Germany fand: "Das Level ist sehr, sehr hoch. Ich wusste, dass ich mich sehr, sehr gut vorbereiten muss."

Platz vier sicherte sich Michelle Halder (21, Meßkirch, Profi Car Team Halder) in einem weiteren Honda, dahinter folgte Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen), der damit die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Der bisherige Spitzenreiter Nico Gruber (18, Österreich, Hyundai Team Engstler) schied nach einem Kontakt beim Start aus und blieb ohne Punkte.

Der Kontakt beim Start zwischen Gruber, Gaststarterin Jessica Bäckman (22, Schweden, Target Competition) und Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) führte gleich zu Beginn zu einer Safety-Car-Phase. Bäckman musste ihren Hyundai abstellen, auch Gruber konnte das Rennen später nicht mehr fortsetzen, während Buri nach einem Boxenstopp zumindest auf Platz 13 ins Ziel kam.

Beim Start hatte Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) die Führung übernommen, später musste er jedoch wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse antreten und rutschte weit nach hinten. Dadurch führte Michelisz das Rennen vor Mike Halder an, und der Ungar, für den die Gaststarts in der ADAC TCR Germany die ersten Rennen überhaupt in diesem Jahr sind, setzte sich Schritt für Schritt von Verfolger Halder ab und fuhr dem Sieg souverän entgegen.

Honda-Pilot Halder wiederum konnte die Lücke nach vorne zwar nicht mehr schließen, er lief aber auch nie Gefahr, seinen zweiten Platz zu verlieren. Auch dahinter blieb die Reihenfolge bis zum Ziel unverändert. Währenddessen zeigte Harald Proczyk eine starke Aufholjagd: Nach seiner Durchfahrtsstrafe arbeitete sich der Österreicher mit schönen Manövern vom Ende des Feldes noch bis auf Platz neun nach vorne. Zehnter wurde Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) im VW Golf GTI TCR.

Im zweiten Rennen des Wochenendes am Sonntag (11.25 Uhr/live bei SPORT1) wird Nico Gruber als Achter des Qualifyings von der Pole Position starten, da für diesen Lauf die Reverse-Grid-Regel gilt. Hinter Gruber starten Jessica Bäckman und Antti Buri, Tabellenführer Dominik Fugel geht von Platz zehn ins Rennen.

Online sind die Rennen bei SPORT1.de, adac.de/Motorsport, auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany und im YouTube-Kanal des ADAC zu sehen.

Saison 2020