Mit Maximal-Punkten auf dem Weg zur Titelverteidigung: Hermann Gaßner im Mitsubishi Lancer Foto: RB Hahn
Mit Maximal-Punkten auf dem Weg zur Titelverteidigung: Hermann Gaßner im Mitsubishi Lancer Foto: RB Hahn

Hermann Gaßner liegt zur Saisonhalbzeit vorn

Starke Regenfälle sorgen für schwierige Bedingungen in Lübbecke

Hermann Gaßner mit Maximalpunkten auf dem Weg zur Titelverteidigung. Die Führenden der fünf Divisionen fahren zur ADAC Rallye Deutschland.

Der fünfte von insgesamt zehn Läufen zum ADAC Rallye Masters, die gemeinsam mit der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) ausgetragen werden, fand vom 24. - 25. Juni bei der ADAC Rallye Stemweder Berg rund um Lübbecke statt. Die anspruchsvollen Wertungsprüfungen (WP) am Rande des Wiehengebirges wurden durch den Dauerregen mit riesigen Wasserlachen zu einer extremen Herausforderung. Schnellster Pilot aus dem ADAC Rallye Masters war einmal mehr der amtierende Titel-Träger Hermann Gaßner (Surheim) mit Co-Pilotin Karin Thannhäuser (Ufering) im Mitsubishi Lancer. Mit nun vier Siegen in der Division 2 liegt er mit den maximal möglichen 100 Punkten an der Tabellenspitze. Konstantin Keil (Niestetal) fuhr am Stemweder Berg mit Co Bernd Hosse (Witzenhausen) im Skoda Fabia R2 zum Sieg in der Division 5. Mit seinen nun 86 Zählern führt er die Divisionswertung klar an und liegt in der Masters-Gesamtwertung auf dem zweiten Platz. Auch Rang drei geht an die Familie Gaßner. Herrmann Gaßner junior (Surheim) führt im Toyota GT86 R3 die Division 4 mit 79 Punkten an und rangiert zur Halbzeit hinter seinem Vater und Keil auf Rang drei der Gesamtwertung. Der 21jährige Tobias Just (Burgpreppach) übernahm zusammen mit Co Marc Buhmann (Sandhausen) im Citroen DS3 R1 die Führung in der Division 6 für die ‚kleinsten' Fahrzeuge im ADAC Rallye Masters. In der Gesamtwertung schoben sie sich so auf den vierten Platz nach vorne.

Auf die Führenden in den fünf leistungsgerecht eingeteilten Divisionen wartet nun beim deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft ein besonderes Erlebnis. Sie dürfen bei der ADAC Rallye Deutschland einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dazu gibt es noch ein Meet&Greet mit den Top-Piloten der Weltmeisterschaft oder den Besuch im VIP-Bereich an der Porta Nigra beim Show-Start und während des Zieleinlaufs.

Die vollständigen Punktestände, News und Hintergrundinformationen zum ADAC Rallye Masters gibt es unter www.adac.de/rallye-masters sowie im ADAC Rallye-Hub (www.adac.de/rallyehub) im Internet. Das Geschehen bei der ADAC Rallye Stemweder Berg ist in einer Woche bei TV-Partner Sport1 zu sehen - im DRM-Magazin am Samstag, 02. Juli ab 11:30 Uhr.

Gewohnt souverän dominierte Hermann Gaßner im Mitsubishi Lancer die Division 2. "Die Prüfungen waren unter diesen Bedingungen noch viel anspruchsvoller. Mit dem vierten Divisionssieg und den damit verbundenen maximalen 100 Punkten haben wir die erste Saisonhälfte perfekt abgeschlossen." Der vierfache Deutsche Rallye-Meister und zweifache Sieger im ADAC Rallye Masters ergänzte: "Diese Halbzeitführung ist eine gute Ausgangslage, unseren Titel erfolgreich zu verteidigen."

In der Division 3 gab es die wohl ungewöhnlichste Entscheidung um das "Ticket zur WM". Timo Grätsch / Alexandra Gawlick (Handewitt) waren im BMW M3 angetreten, ihre Divisionsführung zu verteidigen. Doch schon in der dritten WP rutschten sie ins Aus und mussten aufgeben. "Das war es dann wohl mit dem WM-Ticket", sagte das schnelle Ehepaar aus dem Norden, denn mindestens drei Teams hatten nun die Chance, die Divisionsführung zu übernehmen. Doch die Konkurrenten mussten ebenfalls aufgeben, und im Ziel war dann klar, dass sie die Divisionsführung trotz Ausfall verteidigt hatten. "Unser Servicemann hat uns auf der Heimfahrt angerufen und die tolle Info verkündet. Klar, wir hätten gerne aus eigener Kraft den Sieg geschafft, aber jetzt geht es doch zur WM und wir freuen uns riesig", strahlte Grätsch.

Die Division 4 ging klar an Hermann Gaßner Junior im Toyota GT86 R3. Im Hecktriebler hatte er sich bei den schwierigen Bedingungen gegen die Vorderrad-Angetriebenen Konkurrenten wie Carsten Mohe (Renault Clio R3T) oder Philipp Knof (Citroen DS3 R3T) keine Chance ausgerechnet. "Wir konnten die Zeiten mitgehen, und dann haben sie es uns mit ihren Ausfällen natürlich sehr einfach gemacht", sagte Gaßner junior.

Der Sieg in der Division 5 war heiß umkämpft. Konstantin Keil / Bernd Hosse verloren im Skoda Fabia R2 am frühen Samstag die Führung. Keil: "Mit Blick auf den Meisterschaftsstand wollten wir nicht zu viel riskieren und waren wohl etwas zu vorsichtig." Der Nordhesse und zweifache Sieger des ADAC Rallye Junior Cup ergänzte: "Wir können mit dem kleinen Fabia R2 nicht nur in der Division, sondern auch in der Gesamtwertung ganz vorne mitmischen. Dies unterstreicht die Chancengleichheit im ADAC Rallye Masters. Und jetzt kommt als ‚Bonbon' noch der ganz besondere Besuch beim WM-Lauf dazu."

Einen starken Auftritt boten der 21jährige Tobias Just (Burgpreppach) mit Co Marc Buhmann (Sandhausen) im Citroen DS3 R1. Sie gewannen nicht nur die R1-Wertung in der Citroen Racing Trophy und verteidigten dadurch dort die Führung, sie übernahmen auch die Führung in der Division 6 des ADAC Rallye Masters. "Damit hatten wir bei den Bedingungen wirklich nicht gerechnet', so der Youngster, "und zu alledem kommt jetzt noch der Besuch bei der ADAC Rallye Deutschland dazu - dazu ein großes Dankeschön an den ADAC."

Das DRM-Magazin von TV-Partner SPORT1 bringt eine Woche nach der ADAC Rallye Stemweder Berg noch einmal die Action frei Haus. Das 30-mimütige Magazin wird am Samstag, 02. Juli ab 11:30 Uhr ausgestrahlt.

Saison 2018