Mitgefahren bei Nico Hülkenberg Foto: Renault Presse
Mitgefahren bei Nico Hülkenberg Foto: Renault Presse

Mitgefahren bei Nico Hülkenberg

Der deutsche Formel 1-Star im Interview mit der ADAC Motorwelt

Am 17. März startet Nico Hülkenberg in Melbourne in seine zehnte Formel 1-Saison. Ein passender Zeitpunkt für einen kleinen Plausch mit der ADAC Motorwelt.

In der Formel 1 fahren Sie 300 km/h und schneller. Was sind Sie im Alltag für ein Autofahrer?
Nico Hülkenberg:
Natürlich habe ich das Rennfahrer-Gen. Auch im Straßenverkehr bin ich zügig und effizient unterwegs, schaue, dass ich gut durchkomme. Auf der Autobahn mache ich auch schon mal den Tempomat an.

Also sind Sie eher ein braver Autofahrer?
Hülkenberg:
Was heißt brav? Wir müssen uns ja alle an die Straßenverkehrsordnung halten. Und da wird auch für Formel 1-Fahrer keine Ausnahme gemacht.

Was nervt Sie im Straßenverkehr?
Hülkenberg:
Vor allem die permanenten Linksfahrer, die auf der Autobahn stur auf der Überholspur bleiben, auch wenn sie langsamer sind. Außerdem alle, die grundsätzlich vor dem Kreisverkehr anhalten, statt locker durchzurollen, wenn frei ist. Und die Menschen, die nicht wissen, wie das Reißverschlussverfahren funktioniert.

Sind Sie ein guter Beifahrer?
Hülkenberg:
Nein, sicher nicht, das muss ich gestehen (lacht). Ich rede dem anderen immer rein, daher bin ich lieber selbst am Steuer. Ich fahre sehr gern Auto, da bin ich entspannt und höre Musik.

Was hören Sie unterwegs?
Hülkenberg:
Radio, was gerade so in den Charts ist. Sonst meine Playlist: gern R'n'B, Lounge- und House-Musik.

Wie viele Fahrstunden haben Sie für den Führerschein gebraucht?
Hülkenberg:
Genau weiß ich das nicht mehr, das müssten so zwölf gewesen sein. Ich habe übrigens schon mit 17 den Führerschein gemacht. Das haben wir beantragt, damit ich zu den Rennstrecken fahren konnte. So war ich schon früh allein im Auto in ganz Europa unterwegs.

Was war Ihr erstes Auto?
Hülkenberg:
Ein VW Polo TDI mit 180 PS mit schönen Rennfelgen, ein schnittiges Ding. Heute ist mein Dienstwagen ein Renault, der aktuelle Megane R.S.

Jetzt auf die Rennstrecke. Was ist Ihr Ziel für die neue Formel 1-Saison?
Hülkenberg:
Es gibt keine konkrete Zielvorgabe. Man sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und große Ziele rausposaunen. In den letzten drei Jahren haben wir uns mit Renault stetig gesteigert. Wir wollen den Abstand zur Spitze verringern.

Ist der Heim-Grand-Prix in Hockenheim etwas Besonderes?
Hülkenberg:
Das Rennen in Hockenheim ist immer was Besonderes. Im vergangenen Jahr war das ein cooles Wochenende, so voll habe ich Hockenheim noch nie erlebt, ich habe noch nie so viel Unterstützung von deutschen Fans erfahren - das war ein echter Heimvorteil, das hat mich echt beflügelt, das war eines meiner besten Rennen der Saison. Ich freue mich wieder auf Hockenheim und hoffe, dass ich dort ähnlich erfolgreich sein kann, wie letztes Jahr.

Beim deutschen GP in Hockenheim fährt auch die ADAC Formel 4. Was bedeutet es für junge Fahrer, vor so einer Kulisse zu starten?
Hülkenberg:
Ich erinnere mich ganz genau an meine Zeit in der Formel BMW ADAC. Für junge Piloten ist es etwas Spezielles, im Rahmen der Formel 1 zu fahren, da ist ein besonderes Kitzeln mit dabei.

Wer gewinnt dieses Jahr die Formel 1?
Hülkenberg:
Glaube nicht, dass wir Weltmeister werden (lacht), soweit sind wir leider noch nicht. Ich glaube, die Top 3 Teams werden wieder Ferrari, Mercedes und Red Bull sein - die werden das unter sich ausmachen.

Das Interview mit Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg führte Christof Henn. Es erschien zuerst in der März-Ausgabe der ADAC Motorwelt.

Vom 26. bis 28. Juli 2019 ist die Formel 1 zum Großen Preis von Deutschland zu Gast auf dem Hockenheimring. ADAC-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt beim Ticketkauf. Außerdem: Club-Mitglieder, die die F1-Rennen als Online-Stream mit vielen Extras sehen möchten, erhalten 15 Prozent Rabatt aufs Jahresabo von F1TV Pro. Buchung mit Code ADAC15 unter f1tv.com.