Patrick Adler und Max Stilz – zwei Piloten, die von der Nachwuchsarbeit des Racingteam Rhein-Neckar profitieren
© ADAC Motorboot Masters Patrick Adler und Max Stilz – zwei Piloten, die von der Nachwuchsarbeit des Racingteam Rhein-Neckar profitieren Foto: ADAC Motorboot Masters

Was man vom Nachwuchs zurückkriegt, motiviert

Nachwuchsarbeit im ADAC Motorboot-Rennsport

Was man vom Nachwuchs zurückkriegt, motiviert

Beim 2010 gegründeten Racingteam Rhein-Neckar ist es Team-Manager Christian Adler aus Heidelberg, der sich um die Jugendarbeit im Motorbootsport kümmert.

Im Motorboot-Rennsport bietet der ADAC mit einer durchgängigen Förderpyramide ein in Europa einmaliges Konzept für die Ausbildung und Unterstützung junger Wassersportler – angefangen mit der ADAC Powerboat School als Talentschmiede, über die Einsteigerklasse ADAC Motorboot Cup bis zum "Oberhaus" ADAC Motorboot Masters oder dem ADAC Jetboot Cup. Aber die Nachwuchsarbeit hat viele Gesichter - ob nun innerhalb eines Teams, über einen Verband oder Klub oder durch das individuelle Engagement Einzelner.

"Wir sind ein Zusammenschluss aus Begeisterten für den Motorboot-Rennsport, die im Sommer 2009 in Heidelberg mit der Formel ADAC in Berührung kamen“, erzählt Christian Adler, der sich seit vielen Jahren für den Nachwuchs engagiert. Zuerst von 2005 bis Ende 2011 als Trainer und Wettkampfrichter im Schlauchboot-Slalom - doch irgendwann hatten die jungen Talente alles gewonnen, was es in dieser Disziplin zu gewinnen gab. So waren sie sofort „Feuer und Flamme für den Motorboot-Rennsport und wollten unbedingt im ADAC Motorboot Cup fahren“, erinnert sich Adler.

Die Anfänge des Racingteam Rhein-Neckar sind schnell erzählt: „Mir war klar, dass die Jungs eine neue Herausforderung brauchten. So habe ich ihnen gesagt - ihr macht die Lizenz bei der ADAC Powerboat School und ich kümmere mich im Verein darum, dass wir zu den Rennen fahren können“, blickt Christian Adler zurück. Mit der Unterstützung eines Sponsors, der den Renn-Katamaran finanzierte, wurde so das Racingteam Rhein-Neckar 2010 aus der Taufe gehoben, zu dem auch Mike Pape als Mechaniker und Radio Man gehörte.

„Wir haben einen Bausatz vom Bootsbauer Moolgaard in Dänemark bekommen und den Katamaran von der kleinsten bis zur letzten Schraube selbst zusammengebaut“, erzählt Adler. Ziemlich erfolgreich, denn Kevin Jansen erreichte 2011 im ADAC Motorboot Cup den dritten Rang und holte sich 2012 die Vizemeisterschaft: „Als Kevin dann sein Studium aufnahm, war das Boot frei und Max Stilz hat es übernommen.“ Auch er setzte die Erfolgsgeschichte des Teams fort, denn der ADAC Motorboot Cup-Champion 2015 sicherte sich im vergangenen Jahr in seiner Premierensaison im ADAC Motorboot Masters direkt den Meistertitel. Inzwischen wird das Boot von Adlers Sohn Patrick gefahren, der bei seinem Debut 2016 einen dritten Platz im Gesamtklassement des ADAC Motorboot Cup erreichte.

Die Erfolge des Racingteam Rhein-Neckar sind das Ergebnis jahrelanger Nachwuchsarbeit: „Vom ersten Tag an wollten wir ein Jugendförderprogramm anbieten – egal, ob für Kevin, Max oder heute meinen Sohn Patrick“, erklärt der 51-Jährige, der im Jahr an etwa sieben Wochenenden in Sachen Motorboot-Rennsport mit „seinen Jungs“ unterwegs ist. Zu seinen Aufgaben als Team-Manager gehören dabei die Saisonvorbereitung mit Trainingsrennen, die vielen organisatorischen Arbeiten oder die an einem Rennwochenende anfallenden Arbeiten wie das Ein- oder Auskranen oder die Instandhaltung und Wartung des Rennbootes und des gesamten Equipments. Für Adler war und ist die Arbeit mit dem Nachwuchs vor allem eine Herzensangelegenheit: „Das, was man von den Jungs zurückbekommt, gibt einem unheimlich viel Motivation“. Ein besonders emotionaler Moment war für ihn, als Kevin Jansen für seinen Vizemeister-Titel 2012 geehrt wurde: „Er stand da oben auf dem Podium und sagte, ich wäre für ihn wie ein eigener Vater gewesen. Da hatte ich am ganzen Körper Gänsehaut.“

Eines ist Christian Adler noch wichtig: „ Ohne die professionelle Betreuung durch den ADAC hätten wir unsere Erfolge nicht feiern können. Etwas Besseres kann uns nicht passieren“, so Adler. „Egal worum es geht – alle helfen und unterstützen sich untereinander. Es ist ohne Übertreibung wie eine große Familie.“

Saison 2017