Schleswig-Holstein: Jugendarbeit im Mittelpunkt
© ADAC Motorboot Masters Schleswig-Holstein: Jugendarbeit im Mittelpunkt Foto: ADAC Motorboot Masters

Schleswig-Holstein: Jugendarbeit im Mittelpunkt

Nachwuchsarbeit im ADAC Motorboot-Rennsport

Schleswig-Holstein: Jugendarbeit im Mittelpunkt

"Wir hier oben im Norden haben uns 'Nachwuchsarbeit' auf die Fahne geschrieben. Wir sind mit Leib und Seele dabei."

Im Motorboot-Rennsport bietet der ADAC mit einer durchgängigen Förderpyramide ein in Europa einmaliges Konzept für die Ausbildung und Unterstützung junger Wassersportler – angefangen mit der ADAC Powerboat School als Talentschmiede, über die Einsteigerklasse ADAC Motorboot Cup bis zum „Oberhaus“ ADAC Motorboot Masters oder dem ADAC Jetboot Cup. Aber die Nachwuchsarbeit hat viele Gesichter - ob nun innerhalb eines Teams, über einen Verband oder Klub oder durch das individuelle Engagement Einzelner.

Die Jugend-Motorboot-Gemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. (JMG) wurde 1999 gegründet und bietet ein Zuhause für derzeit etwa 50 Mitglieder aus dem gesamten Bundesland. Gründungsmitglied Wolfram Marek: „Wir sind kein Yachtclub im eigentlichen Sinn, sondern widmen uns ausschließlich der Jugendarbeit im Wassersport mit Schlauch- und kleinen Sportbooten“. Seit 18 Jahren engagiert sich Marek also an vorderster Front für den Nachwuchs. „Das habe ich meinen Kindern zu verdanken“, formuliert es der 66-Jährige mit einem Schmunzeln und erzählt: „Als meine älteste Tochter elf Jahre alt war, wollte sie Schlauchboot fahren. Meine anderen Kinder ließen sich das natürlich nicht zweimal sagen, folgten ihrem Beispiel und ich war im Verein derjenige, der sich darum gekümmert hat. Und schon war ich Jugendleiter.“

Irgendwann jedoch waren die Kinder dafür zu alt und so wurde die JMG gegründet. Wolfram Marek ist auch heute noch aktiv dabei, sofern es seine beruflichen Termine zulassen. „Wir trainieren an etwa zwei, drei Wochenenden im Monat und haben darüber hinaus auch eine Möglichkeit geschaffen, behinderten Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen.“ Dabei werden die Kinder, die oft noch nie etwas mit Wassersport zu tun hatten, mit Geschicklichkeitsturnieren auf Schlauch- und Sportbooten an diesen Sport herangeführt. Ein fester Stamm kümmert sich dabei um die Schulung der jungen Piloten. Neben Wolfram Marek sind das Landesjugendwart Rainer Lutterbey und auch ADAC Motorboot Masters-Pilot Torsten Stangenberg, der als Sportlicher Leiter den Nachwuchs hauptsächlich in punkto Renntaktik unterweist.

Inzwischen steht auch schon die nächste Generation in den Startlöchern: „Mein jetzt fünf Jahre alter Enkel Luca ist vielleicht nächstes Jahr mit dabei. Er wohnt in Berlin, verbringt aber den Sommer bei uns und ich hoffe, dass er danach fahren kann“, erzählt Wolfram Marek. Übrigens - der Enkel von Rainer Lutterbey, Brian, ist bereits sehr erfolgreich auf dem Wasser unterwegs und wurde zweimal Deutscher Meister seiner Altersklasse.

Die Gründe für sein langes und intensives Engagement fasst Marek in wenigen Worten zusammen: „Wir hier oben im Norden haben uns ‚Nachwuchsarbeit‘ auf die Fahne geschrieben. Wir sind mit Leib und Seele dabei.“

Saison 2017