Volle Starterfelder in Oschersleben Foto: ADAC Kart Masters
Volle Starterfelder in Oschersleben Foto: ADAC Kart Masters

Erste Vorentscheidung in Oschersleben möglich

Stärkste Kartrennserie Deutschlands geht in die heiße Phase

Vierter Saisonlauf in Oschersleben. Titelvorentscheidung bei den OK Junior möglich.

Die nördlichste Station des Rennkalenders wartet am kommenden Wochenende (7.-8.8.) auf die Teilnehmer des ADAC Kart Masters. In der Motorsport Arena Oschersleben könnte schon die erste Titelentscheidung in Deutschlands stärkster Kartrennserie fallen. 169 Fahrerinnen und Fahrer gehen in den ausgeschrieben sechs Klassen an den Start.

Nach Rennen in Hahn/Hunsrück, Ampfing und Kerpen reist das ADAC Kart Masters weiter nach Sachsen-Anhalt. In Oschersleben finden die Wertungsläufe sieben und acht statt. Die 1.018 Meter lange Strecke in der Magdeburger Börde ist bekannt für aufregende Windschattenduelle und knappe Rennentscheidungen. "Als Erster ist es in Oschersleben wichtig in der letzten Runde einen kleinen Vorsprung zu haben, sonst kann es noch einmal eng werden", weiß der Gesamtführende der Schaltkartklasse KZ2, André Matisic, zu berichten.

Im Kampf um die Meisterschaft könnte in Oschersleben die erste Entscheidung fallen. Luca Maisch (Neustetten/CRG TB Racing Team) führt das Klassement in der Kategorie OK Junior mit 66 Punkten an und hat damit beste Chancen schon frühzeitig die Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Daran möchte der junge Baden-Württemberger aber noch nicht denken: "Wir haben in Kerpen erlebt, wie schnell man Punkte verlieren kann. Für mich ist es wichtig weiterhin konzentriert an den Start zu gehen und das Bestmöglich zu erreichen." Sein erster Verfolger ist der Kölner Jusuf Owega (KSM Schumacher Racing Team) vor Rookie Hugo Sasse (Dürrröhrsdorf Dittersbach/CRG TB Racing Team) auf Rang drei.

In den anderen Klassen ist hingegen noch alles offen. Am engsten zusammen liegen die Teilnehmer in der Klasse OK. Die beiden Führenden Tim Tröger (Plauen/CRG TB Racing Team) und René Kircher (Hünfeld/RS Motorsport) trennen nur einen Punkt. Mit seinem dritten Saisonsieg in Kerpen rückte Kircher dem Führenden Tröger wieder nah, beunruhigen lässt sich der Sachse aber nicht: "Trotz eines nicht idealen Starts habe ich in Kerpen wichtige Punkte gesammelt und meine Position verteidigt."

Ebenso große Spannung herrschte bei den X30 Senioren. Der amtierende Champion Tobias Dauenhauer (Mörlenbach/AK-Racing) verlor in Kerpen etwas an Boden und ließ seinen Verfolger Justin Häußermann (Forchtenberg/Team Zinner) bis auf drei Punkte heranrücken. "Nach meinem Ausfall beim Saisonauftakt, muss ich in jedem Rennen attackieren. Bis jetzt hat das gut geklappt und ich bin wieder in Schlagdistanz", gibt sich Häußermann hochmotiviert.

Ein kleines Polster haben die weiteren Führenden Paul Enders (Bambini), Marek Schaller (X30 Junior) und André Matisic (KZ2) - entschieden ist für das Trio aber noch nichts. "Auch wenn ich schon drei Rennen gewonnen habe, darf ich mich nicht ausruhen und muss jedes Wochenende bestens vorbereitet angehen", weiß Schaller um seine Situation.

Auf die Strecken gehen die Teilnehmer aus zehn Nationen bereits am Freitag in den freien Trainings. Ernst wird es dann samstags im Qualifying ab 10:40 Uhr. Danach folgen 13 Vorläufe woraus sich die Startaufstellungen für die Finalrennen am Sonntag ab 10:00 Uhr ergeben.

Saison 2020