Am Rennwochenende gilt nicht nur Fahren Foto: ADAC Junior Cup
Am Rennwochenende gilt nicht nur Fahren Foto: ADAC Junior Cup

Hinter den Kulissen

Vom Aufbau bis zur Heimfahrt

Drei Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport berichten über den Ablauf eines Rennwochenendes im ADAC Junior Cup powered by KTM.

Obwohl die Action auf der Strecke meist von Freitagmorgen bis Sonntagmorgen stattfindet, sind die Vor- und Nachbereitungen der Piloten des ADAC Junior Cup powered by KTM deutlich umfangreicher. Lucy Michel (14, GER), Lennox Lehmann (13, GER) und Dustin Schneider (13, GER) berichten über ihren Ablauf eines typischen Rennwochenendes in der beliebten Nachwuchsserie.

Lucy Michel: Musik zur Entspannung

"Nachdem ich von der Schule komme und meine Eltern von der Arbeit zurück sind, fahren wir meist am Donnerstagabend an die Rennstrecke und bauen in ein bis zwei Stunden alles auf", berichtet Lucy Michel, die 2019 die einzige Dame im ADAC Junior Cup powered by KTM ist und selbst fleißig beim Zeltaufbau hilft. "Meist beginnen die Tage dann mit Frühsport, was mir wirklich hilft aufzuwachen und warm zu werden."

Vor der ersten Session schlüpft die 14-Jährige in ihre Lederkombi, dehnt sich und startet durch. "Danach ziehe ich mich um und dann bespreche ich mit meiner Truppe, welche Gänge ich gefahren bin und an welchen Punkten der Strecke ich mich noch verbessern kann. Vor dem Qualifying konzentriere ich mich wiederum erneut, gehe die Strecke noch einmal in Gedanken durch und fokussiere mich besonders auf die Stellen, an denen ich mich noch steigern möchte", berichtet sie weiter.

Vor dem Rennen gibt es für die Förderpilotin der ADAC Stiftung Sport nur leichte Kost. "Meistens habe ich auch nicht so viel Hunger und wenn ich aufgeregt bin, dann gehe ich immer in unseren Transporter und höre Musik", verrät sie. Nach dem Rennen wird bei Michels dann zusammengepackt. "Wenn unser Rennen schon am Samstag ist, dann lassen wir uns meistens etwas Zeit und fahren erst am Sonntag los. Sonntags schauen wir uns meist noch ein paar der anderen Rennen an. Aber wenn mein eigenes Rennen nicht so gut lief, dann brauche ich erstmal meine Ruhe", ergänzt Michel.

Von Massagen bis zu Tänzen

Ähnlich verläuft das Rennwochenende auch bei den Jungs. Lennox Lehmann (13, GER) und Dustin Schneider (13, GER) kommen Donnerstagabend an der Rennstrecke an. "Ich schaue immer erst einmal, wer von den anderen Fahrern schon da ist und dann helfe ich meiner Truppe beim Aufbauen", berichtet Lehmann. "Wir kommen oft spät an, dann gehe ich direkt ins Bett. Ich muss schließlich fit sein", ergänzt Schneider seinerseits.

An den Veranstaltungstagen wachen die Nachwuchsfahrer am besten beim Frühsport mit Serienbetreuer Dario Giuseppetti auf. "Das ist immer prima und Dario weiß genau, was er macht. Vor den Sessions laufe ich mich dann noch einmal kurz warm und dehne mich und dann kann es direkt losgehen. Ab und an bekomme ich auch noch eine Massage von meinem Papa", verrät Schneider. "Um meine Aufregung zu mindern tanze ich vor dem Qualifying oder Rennen auch einmal. Das hilft", ergänzt der 13-Jährige.

"Ich mache mich vor der Session warm. Ansonsten habe ich kein Ritual oder ähnliches", erklärt Lehmann seinerseits. Nach dem Training setzt sich der Meisterschaftsführende des ADAC Junior Cup powered by KTM mit seinem Mechaniker zusammen und geht alle Details noch einmal durch. Zwischen Qualifying und Rennen wird Ausruhen großgeschrieben. "Vor dem Rennen gibt es nur etwas Leichtes zu Essen, das nicht schwer im Magen liegt", sagt Lehmann. "Ich esse oft Reis mit Fisch, etwas Gesundes und Proteinhaltiges muss es sein, aber nicht zu schwer", pflichtet Schneider ihm bei.

Nach dem Rennen läuft die Abreise bei beiden Piloten meist ähnlich ab. "Egal ob ich Fünfter bin oder das Rennen gewinne, wir packen immer entspannt zusammen und fahren dann abends wieder nach Hause", berichtet Lehmann. Schneider fügt hinzu: "Wenn ich wie auf dem Lausitzring auf dem Podium lande, dann dauert es mit der Siegerehrung und den Interviews ein bisschen länger."

Saison 2019