Florian Mansel fuhr vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal Motorrad Foto: ADAC Junior Cup
Florian Mansel fuhr vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal Motorrad Foto: ADAC Junior Cup

Florian Mansel im Portrait

Wer ist neu?

Wir stellen euch die Rookies des ADAC Junior Cup powered by KTM in 2019 vor. Heute: Florian Mansel aus Fürstenfeldbruck.

Wann hast du zum ersten Mal auf einem Motorrad gesessen?
"Das erste Mal, dass ich auf einem Motorrad saß, ist tatsächlich noch gar nicht so lange her. Das war im Juli 2017. Ich habe mich auf die Honda CBR500R eines sehr guten Freundes gesetzt und war sofort absolut begeistert. Obwohl ich noch nie vorher auf einer Maschine saß, hatte ich sofort das Verlangen loszufahren und den Sound, Wind und die Geschwindigkeit zu spüren. Leider war das zu dem Zeitpunkt noch nicht möglich, da mir damals noch der Führerschein fehlte. Das war der Tag in meinem Leben, an dem mir selbst das Ziel gesetzt habe, das Motorradfahren erst zu erlernen und es dann zu leben. Dieses Erlebnis war für mich mein absoluter ‚Lifechanger'."

Wann bist du zum ersten Mal ein Rennen gefahren?
"Eigene Rennerfahrung habe ich noch keine (nur hunderte Stunden Erfahrung im Aufsaugen von MotoGP, Moto2 und Moto3-Sessions vor dem TV). Das Rennen am Lausitzring am 19.05. war mein absolut erstes. Deswegen habe ich schon den ganzen Winter über jeden Tag ein Kreuz im Kalender bis die Saison endlich beginnt."

Was ist dein Ziel im ADAC Junior Cup powered by KTM 2019?
"Das Ziel ist natürlich der Titel. Mit einer anderen Einstellung sollte man meiner Meinung nach nicht an den Start gehen. Aber um die persönliche Hürde nicht zu hoch zu legen, nehme ich mir vor, meine erste Saison in den Top 10 zu beenden."

Was war bisher dein bester Moment auf einem Motorrad?
Mein bisher bester Moment auf dem Motorrad war auch gleichzeitig mein traurigster Moment auf dem Motorrad. Warum, das erkläre ich kurz: Ich weiß genau, Geschwindigkeit ist bei weitem nicht alles, was ein Motorradrennfahrer braucht, aber als ich das erste Mal mein Motorrad ausgefahren habe und die Geschwindigkeit gespürt habe, war das mein glücklichster Moment, den ich je hatte. Es war aber auch gleichzeitig der traurigste Moment, da ich mir dachte: Warum ist jetzt bei 180 km/h schon Schluss? Da muss doch noch mehr gehen. Ich war enttäuscht, es hat mir aber ein neues Ziel im Leben gegeben. Nämlich immer weiter hart an mir zu arbeiten um eines Tages eine schnellere und größere Maschine bewegen zu dürfen."

Wo möchtest du gern in zehn Jahren sein?
"Ich sehe mich in zehn Jahren in der Moto2. Ich sehe mich bewusst noch nicht in der MotoGP, da ich jetzt erst am Anfang meiner Motorsportkarriere bin und erst entsprechende Erfahrungen sammeln will bevor ich in der Zukunft in die MotoGP aufsteige."

Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben?
"In meinem Leben ist es so, dass es nicht DIE eine Person gibt, die die wichtigste ist. Bei mir sind es mehrere Personen, die mir am wichtigsten sind. Diese sind als allererstes natürlich meine Eltern, meine Freundin, sowie meine engsten Freunde. Alle diese Menschen machen mich zu dem was ich heute bin, deshalb ist mir jede Einzelne und jeder Einzelne so wichtig wie nichts anderes auf dieser Welt. Ohne diese Menschen wäre ich heute nicht da, wo ich bin."

Was machst du, wenn du gerade einmal nicht auf einem Motorrad sitzt?
"Um ganz ehrlich zu sein: Das Leben auch abseits der Strecke und des Rennsports genießen. Ich verbringe die Zeit mit meinen engsten Freunden beim Sport, Reisen und natürlich beim Feiern (auch wenn das nur in der Off-Season möglich ist). Wenn ich mal (neben meiner Arbeit als Zollbeamter) ein wenig Zeit für mich selbst habe, versuche ich, so oft es geht an Tickets für die MotoGP, DTM, etc. zu kommen, um so viel Motorsport wie möglich aufzusaugen und zu genießen."

Saison 2019