Nico Russ ist der Gewinner in der Einsteigerklasse Spark
© ADAC Jetboot Cup Nico Russ ist der Gewinner in der Einsteigerklasse Spark Foto: ADAC Jetboot Cup

Hoffmann und Russ Champions im ADAC Jetboot

Schick Gesamtsieger der Klasse Runabout Open

Hoffmann und Russ Champions im ADAC Jetboot

In einem fesselnden Titel-Showdown kämpften dann Nico Russ, Burak Erverdi und Markus Schick um die Krone in der leistungsstärksten Klasse Runabout Open.

Düren. Spannende und actionreiche Duelle gab es beim Saisonfinale des ADAC Jetboot Cup auf dem Badesee in Düren-Gürzenich (Kreis Düren). In ihren mit bis zu 500 PS starken Maschinen zeigten die Piloten faszinierenden Rennsport und begeisterten die Zuschauer, die bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel die Meisterschaftsläufe verfolgten.

In einem fesselnden Titel-Showdown kämpften dann Titelverteidiger Nico Russ (Neunhofen), Teamkollege Burak Erverdi (Hamburg) und Newcomer Markus Schick aus Österreich um die Krone in der leistungsstärksten Klasse Runabout Open. Erst im letzten Meisterschaftslauf fiel dann die Entscheidung zugunsten von Schick. "Mega! Direkt in meinem ersten Jahr schon der Meistertitel - was will man mehr?" jubelte der 29-Jährige. Erverdi belegte Rang zwei, gefolgt von Teamkollege Russ.

Im Runabout Stock kontrollierte Patrick Hoffmann (Saarbrücken) in allen Läufen das Renngeschehen, strich die volle Punktzahl ein und verteidigte so seinen Titel in dieser Klasse -auch wenn er seit den Rennen in Berlin mit verletzungsbedingten Problemen zu kämpfen hatte: "Durch einen angeknacksten Halswirbel und einen Trizeps-Abriss im linken Arm war ich gehandicapt". Rang zwei im Gesamtklassement belegt Burak Erverdi vor Dejan Dimov (Viernheim).

Im Ski Open setzte Olaf Stern (Helvesiek) mit drei Laufsiegen in Düren ein Ausrufezeichen und holte sich den Titel in dieser Klasse vor Marc Lindemann (Witten) und dem Dänen Anders Keller. Im Ski Stock krönte sich Philipp Weis (Lohr) zum Gesamtsieger. Olaf Stern belegte Rang zwei vor Anders Keller. Die große Überraschung in dieser Klasse war jedoch Laurel Lilienfeld. Die junge Pilotin, die Anfang September 14 Jahre alt wurde, feierte mit ihrem ersten Rennen in Rendsburg den Einstieg in den ADAC Jetboot Cup und überzeugte am Wochenende mit einer tollen Leistung. Sie war überglücklich: "Ich wollte in Düren unbedingt auf den dritten Platz, das habe ich geschafft!" Die junge Dame kam durch ihren Vater Frank Lilienfeld, Champion im Ski Stock 2015, zum Sport. Für sie steht fest: "Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!"

In der Klasse Spark erwischte Runabout Open-Titelverteidiger Nico Russ kein perfektes Wochenende. Auch wenn ihm in Düren nur ein Laufsieg gelang, sicherte er sich dennoch mit großem Punktevorsprung den ersten Meistertitel der neuen Einsteigerklasse und verwies Eric Mühlhausen (Saarbrücken) und Mel Kowalczyk (Isernhagen) auf die Plätze zwei und drei.

Am Samstag wurde der letzte der beiden Läufe nachgeholt, die bei der Veranstaltung in Berlin-Grünau nicht gefahren werden konnten. Es siegten Burak Erverdi (Hamburg) im Runabout Open, Patrick Hoffmann (Saarbrücken) im Runabout Stock, Philipp Weis (Lohr) sicherte sich Platz eins im Ski Open und Ski Stock, während Nico Russ die Klasse Spark für sich entschied.

Stimmen zum Saisonfinale in Düren

Markus Schick, Meister Runabout Open: (29 / Wels/Österreich):
"Mega! Direkt in meinem ersten Jahr schon der Meistertitel - was will man mehr? Der Gesamtsieg kommt komplett unerwartet, wer hätte das schon am Anfang meiner ersten Saison gedacht?"

Patrick Hoffmann, Meister und Titelverteidiger Runabout Stock: (47 / Saarbrücken):
"Die Saison verlief nicht immer so, wie ich es mir gewünscht hätte. Besonders nach den gesundheitlichen Problemen mit einem angeknacksten Halswirbel und dem Trizeps-Abriss am linken Arm ab Mitte der Saison war ich gehandicapt. Meine Familie unterstützt mich bei den Rennen immer lautstark - ich kann es zwar auf dem Jetboot nicht hören, aber ich sehe sie aus dem Augenwinkel. Ich freue mich sehr, dass ich meinen Titel erfolgreich verteidigen konnte."

Olaf Stern, Meister Ski Open: (45 / Helvesiek):
"Das war eine durchweg gelungene Saison, ich freue mich sehr über den Gesamtsieg. Wir hatten bei allen Rennen super Wetter und damit optimale Bedingungen für unseren Wassersport. Ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie!"

Philipp Weis, Meister Ski Stock: (18 / Lohr/Main):
"Das ist ein richtig schöner Erfolg in meiner zweiten Saison. Damit habe ich zu Beginn des Jahres überhaupt nicht gerechnet. Auf welligem Wasser komme ich noch nicht so gut zurecht, daran muss ich noch arbeiten. Meine Planung für 2017 ist noch nicht ganz abgeschlossen, wir werden sehen, wohin es mich zieht."

Nico Russ, Meister Spark (41 / Neunhofen):
"Ich hätte gerne meinen Titel in der Runabout Open verteidigt, aber manchmal läuft es nicht so, wie man es sich wünscht. Das ist aber in Ordnung. Klar freue ich mich sehr über meinen Gesamtsieg in der neuen Spark-Klasse. Im kommenden Jahr werde ich nicht mehr aktiv dabei sein, vielleicht bei dem ein oder anderen Rennen als Gaststarter, aber das steht noch nicht definitiv fest. Mir fehlt einfach die Zeit fürs Training. Aber ich werde dem Sport auf jeden Fall treu bleiben und Burak als Mechaniker unterstützen."

Saison 2017