Zum zweiten Mal in der ADAC Formel 4 auf dem Podium: Aron Paul Foto: ADAC Formel 4
Zum zweiten Mal in der ADAC Formel 4 auf dem Podium: Aron Paul Foto: ADAC Formel 4

Rookie Aron feiert zweiten Saisonsieg

Doppelsieg für Prema Powerteam. Gesamtführender Pourchaire komplettiert in Zandvoort das Podium.

Der Franzose Pourchaire kürt sich mit dem dritten Platz zum Halbzeitchampion der ADAC Formel 4. Um 17 Uhr startet das elfte Saisonrennen.

Rookie Paul Aron (15, Estland, Prema Powerteam) hat in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg in der ADAC Formel 4 gefeiert. Der junge Este kam im zehnten Saisonrennen vor seinem Teamkollegen Oliver Rasmussen (18, Dänemark, Prema Powerteam) und dem Gesamtführenden Théo Pourchaire (15, Frankreich, US Racing CHRS) ins Ziel. Für Rasmussen war es die erste Podiumsplatzierung in der ADAC Formel 4 in diesem Jahr. Aron dagegen hatte im Juni bereits am Red Bull Ring ganz oben auf dem Podium gestanden und machte es seinem Bruder Ralf nach, der in der Formel 3 in 2018 zwei Siege an der niederländischen Nordseeküste gefeiert hatte.

"Ich bin super happy über meinen zweiten Saisonsieg hier in der deutschen Serie. Ich wusste, dass das Überholen hier nicht einfach ist. Also habe ich alles darauf gesetzt, einen guten Start zu haben", sagte Aron: "Ich bin dann schnell an Gianluca vorbeigekommen und konnte dann meine Führung behaupten."

Pourchaire, der am Samstag im ersten Lauf auf dem anspruchsvollen Dünenkurs ebenfalls Dritter geworden war, sammelte mit seinem Podiumsplatz wertvolle Punkte im Kampf um den Titel und kürte sich noch vor dem elften Saisonrennen am Sonntagnachmittag um 17 Uhr vorzeitig zum Halbzeitsieger der Highspeedschule des ADAC. "Es ist immer gut, oben zu stehen. Klar freue ich mich darüber. Aber es ist nur eine Momentaufnahme, das Wichtigste ist der Sieg der Meisterschaft", sagte Pourchaire: "Ich werde weiter pushen, dabei aber auch nicht zu viel riskieren. Es ist super wichtig, konstant zu sein in dieser Meisterschaft." Dabei profitierte der Franzose auch vom Ausfall seines ersten Verfolgers Arthur Leclerc (18, Monaco, US Racing CHRS), dem jüngeren Bruder des Formel-1-Stars Charles Leclerc. Der Gesamtdritte Dennis Hauger (16, Norwegen, Van Amersfoort Racing) wurde nach einem Dreher am Ende 17.

Aron verkürzte mit seinem zweiten Saisonsieg den Abstand in der Rookiewertung auf den Führenden Roman Stanek (15, Tschechien, US Racing CHRS), der als 14. die Zielflagge sah.

Im elften Saisonrennen wird Sebastian Estner (17, Wernau, Van Amersfoort Racing) von der Pole starten, gefolgt von Nico Göhler (16, Grasleben, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), Grégoire Saucy (19, Schweiz, R-ace GP), Michael Belov (17, Russland, R-ace GP), Alessandro Ghiretti (17, Frankreich, US Racing CHRS), Pourchaire, Rasmussen sowie Aron.

Aron erwischte bei trockenem Wetter einen optimalen Start, überholte Polesetter Gianluca Petecof (16, Brasilien, Prema Powerteam) und dominierte im gesamten Rennverlauf das 19-köpfige Fahrerfeld. Während Leclerc bereits in der ersten Runde ins Kiesbett gerutscht war, sein beschädigtes Auto daraufhin abstellen musste und das Safety Car auf die Strecke fuhr, blieb Pourchaire auf Position fünf in Lauerstellung.

Stanek wurde kurze Zeit später von der Rennleitung aufgrund eines Fehlstarts mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und reihte sich am Ende des Feldes ein. Als es nach dem ersten Renndrittel nach einem wenig spektakulären Verlauf aussah, machte Hauger auf den Zweiten Petecof Druck. In der siebten Runde wagte der Norweger einen Angriff auf den Brasilianer, der eine harte Linie fuhr, woraufhin sich Hauger drehte und vom Feld durchgereicht wurde. Die Rennleitung entschied sechs Minuten vor Ende, dass Petecof seinen zweiten Platz mit unfairen Mitteln verteidigt hatte. So musste der Pilot von Prema Powerteam einmal durch die Box. An der Spitze profitierten Aron, Rasmussen und Pourchaire und fuhren ihre Podiumsplätze ins Ziel.

Um 17 Uhr startet das elfte Saisonrennen, ehe es am kommenden Wochenende zum nächsten Highlight der ADAC Formel 4-Serie zum Nürburgring geht.

SPORT1 zeigt die Rennen der ADAC Formel 4 im TV und online auf SPORT1.de. Alle Rennen sind zudem im Livestream auf adac.de/motorsport, der Facebook-Seite der ADAC Formel 4 und unter youtube.com/adac mit deutschem und englischem Kommentar zu sehen.

Saison 2019