Ein spektakuläres Rennwochenende in Zandvoort liegt hinter den Nachwuchstalenten der ADAC Formel 4 Foto: ADAC Formel 4
Ein spektakuläres Rennwochenende in Zandvoort liegt hinter den Nachwuchstalenten der ADAC Formel 4 Foto: ADAC Formel 4

Fahrerlagergeschichten aus Zandvoort

An einem spektakulären Rennwochenende gewinnen Alessandro Famularo, Paul Aron und Sebastian Estner

Wind, Regen, Sonnenschein - und das alles im Wechsel: Das vierte Rennwochenende der ADAC Formel 4 verlangt den Fahrern alles ab.

Ein spektakuläres Rennwochenende in Zandvoort liegt hinter den Nachwuchspiloten der ADAC Formel 4. Der Dünenkurs an der niederländischen Nordseeküste bedeutete Neuland für die Nachwuchstalente - und er verlangte den Fahrern alles ab. Zwei Fahrer feierten ihren jeweils ersten Sieg in der ADAC Formel 4, zudem stand ein Rookie bereits zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen. Hier kommen die Fahrerlagergeschichten aus Zandvoort.

Gepokert und gewonnen: Nach dem geglückten Coup strahlte Alessandro Famularo überglücklich. Im Samstagsrennen hatten er und sein Team als einzige auf Slicks gesetzt - und sie lagen goldrichtig. In der Startaufstellung hatte es noch leicht geregnet, Famularos Rivalen wechselten hektisch auf Regenreifen. Doch Famularo blieb bei seiner Wahl und fuhr so vom 15. Platz zu seinem ersten Sieg in der ADAC Formel 4. "Als ich die Sonne am Himmel gesehen habe, wusste ich, dass unser Plan aufgeht", sagt er. Alle anderen Fahrer kamen in die Box, um sich Slicks zu holen - Famularo fuhr auf und davon. Zwei Safety-Car-Phasen ließen das Feld zwar nochmal zusammenrücken, doch der Schützling der Formel-1-Legende Juan Pablo Montoya behielt kühlen Kopf.

Punktesammler: Theo Pourchaire feierte am Wochenende zwar keinen Sieg, dennoch kann der Meisterschaftsführende zufrieden sein. Mit zwei zweiten und einem siebten Platz baute der Halbzeitchampion seine Führung in der Gesamtwertung auf Verfolger Arthur Leclerc auf 29 Punkte aus. "Das Ziel ist die Meisterschaft. Konstanz ist extrem wichtig", weiß Pourchaire.

Beste Familientradition: Paul Aron war extrem stolz und glücklich. "Ich bin froh", sagte er lächelnd, "dass ich unsere Familientradition fortsetzen und hier einen Sieg holen konnte." Was der 15-Jährige meinte: Sein Bruder Ralf, früher auch in der ADAC Formel 4 unterwegs, hatte im Vorjahr in Zandvoort in der Formel 3 zwei Siege gewonnen. Nun trat Paul in Ralfs Fußstapfen. Darüber war er "super, super happy", und er bewies sein großes Talent erneut. Als Rookie hat er bereits zwei Rennerfolge auf dem Konto und damit ebenso viele wie Red-Bull-Junior Dennis Hauger.

Premierenerfolg: Es war wahrlich kein leichtes Wochenende für Sebastian Estner. Das erste Rennen konnte der 17-Jährige nach einem Kontakt nicht beenden, das zweite führte immerhin auf Platz acht und damit in die Punkte. Doch am Sonntag folgte das Highlight: Estner fuhr dank der Reverse-Grid-Regel von der Pole Position los und spulte ein absolut fehlerfreies Rennen ab. Der Start glückte, die Safety-Car-Phasen waren ebenfalls kein Problem. Am Ende stand ein Heimsieg für Van Amersfoort Racing und ganz nebenbei auch für Estner der erste Erfolg in der ADAC Formel 4. "Unglaublich, ich bin überglücklich", sagte er.

Wetter: Windböen bis 100 km/h, Starkregen und Sonnenschein - das ständig wechselnde Wetter stellte die ADAC Formel 4-Piloten vor eine große Herausforderung. "Es ist ein bisschen verrückt, aber auch spannend und aufregend", kommentierte Rookie Roman Stanek die extrem wechselhaften Bedingungen.

Viele Fans in Zandvoort: Trotz der widrigen äußeren Bedingungen strömten viele Fans zu den Rennen der ADAC Formel 4. Mehr als 14.000 Zuschauer auf den Tribünen und viele mit dem kostenlosen Dünenticket ließen sich die drei spannenden Rennen des Formel-Nachwuchses nicht entgehen.

Nächster Halt - Nürburgring: Für die ADAC Formel 4 geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter. Bereits am kommenden Wochenende steigt auf dem Nürburgring das fünfte Rennwochenende, mit dem die fünfte Saison der ADAC Formel 4 langsam in die Zielgerade einbiegt.

Saison 2019