Cenyu Han, alias McQueen, macht das Van Amersfoort-Quartett komplett Foto: ADAC Formel 4
Cenyu Han, alias McQueen, macht das Van Amersfoort-Quartett komplett Foto: ADAC Formel 4

Cenyu Han alias McQueen komplettiert VAR-Quartett

Der Chinese fährt in Hockenheim erstmals für den niederländischen Traditionsrennstall

McQueen freut sich auf die Zusammenarbeit mit VAR: "Ich kann es kaum erwarten, diese Reise zusammen mit ihnen zu starten."

Cenyu Han (15, China) wird in der laufenden Saison der ADAC Formel 4 als vierter Pilot neben Spitzenreiter Jonny Edgar (16, England), Jak Crawford (15, USA) und Francesco Pizzi (15, Italien) für Van Amersfoort Racing an den Start gehen. Der 15-jährige Chinese, der unter dem Namen McQueen startet, ist in Nanjing geboren, lebt aber bereits seit 2015 in Mailand. Als Mitglied der Rosberg Racing Academy, einem von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg initiierten Programm zur Entwicklung von Kart-Talenten, absolviert McQueen in dieser Saison die noch ausstehenden Rennen der ADAC Formel 4 und deren italienischem Pendant.

McQueen, der in der Vergangenheit unter anderem erfolgreich in der Deutschen Kart-Meisterschaft DKM angetreten ist und schon erste Tests in der italienischen Formel 4 absolviert hat, freut sich "sehr auf die bevorstehenden Herausforderungen und die Kämpfe auf der Strecke". "Ich fühle, wie die Dinge real werden. Auch wenn 2020 ein Lehrjahr wird, werde ich mein Bestes geben. Ein Teil von Van Amersfoort Racing zu sein, gibt mir großes Vertrauen. Das Team arbeitet auf einem sehr professionellen Niveau. Sie besitzen die gleiche Leidenschaft für den Rennsport wie ich. Ich kann es kaum erwarten, diese Reise zusammen mit ihnen zu beginnen."

Beim niederländischen Traditionsteam ist man vor allem von der "reifen Haltung" des Youngsters in Bezug auf den Rennsport angetan. "Er hat sich als sehr ehrgeizig erwiesen und ist lernbegierig", sagte Rob Niessink, CEO von Van Amersfoort Racing. "Wir haben alle Möglichkeiten, ihn in der Entwicklung seiner Rennkarriere zu unterstützen." Niessing weiß, dass die Teilnahme an zwei der härtesten Formel-4-Meisterschaften den jungen Piloten "vor eine große Herausforderung stellen wird", ist sich aber sicher, dass "dieses Wettbewerbsumfeld ihm helfen wird, seine Lernkurve schnell zu verbessern."

McQueen ist im Übrigen nicht der erste Chinese in der ADAC Formel 4. Bereits in der Premierensaison 2015 machte mit Guan Yu Zhou ein Landsmann seine ersten Schritte im Formelsport. Mit Erfolg: In diesem Jahr fährt der 21-Jährige in der Formel 2 für das Team UNI-Virtuosi Racing und liegt aktuell in der Gesamtwertung zwei Plätze hinter Mick Schumacher (21, Prema Powerteam) auf Rang sechs.

Die sechste Saison der ADAC Formel 4 mit insgesamt sieben Events läuft seit Anfang August. Bei drei der bisherigen sechs Rennen siegten die VAR-Piloten. Nach dem Lausitzring stand der Nürburgring auf dem Programm. Im September folgen die nächsten Rennen auf dem Hockenheimring, bevor es danach noch einmal zum Nürburgring, zum Red Bull Ring, nach Zandvoort und zum Abschluss in die Motorsport Arena nach Oscherleben geht. SPORT1 zeigt an jedem Wochenende mindestens ein Rennen live im frei empfangbaren Fernsehen, dazu sind Rennen auch bei SPORT1+ zu sehen. Alle Rennen gibt es online im Livestream mit deutschem und englischem Kommentar auf SPORT1.de, youtube.com/adac und adac.de/motorsport.

Saison 2020