Offroad-Spaß für alle

Der Einstieg in den Enduro Sport


Das Fahrerlager gleicht einem Ameisenhaufen. Werkzeugkasten klappern, Hochdruckreiniger surren und Luft-Kompressoren rattern. Ein Hauch von Le Touquet, dem legendären Strandrennen an der französischen Kanalküste, liegt über der Szene - nur die Seeluft und der Dünensand fehlen beim ADAC Enduro Cup.

Mit weit über 100 Startern ähneln die Veranstaltungsdimensionen des ADAC Enduro Cup jedoch denen des gallischen Massenauftriebs. Wobei sich das Erfolgsrezept der Erfolgsserie leicht umreißen läßt: Der riesengroßen Gemeinde der Endurofahrer - mehr als ein Fünftel aller fast zwei Millionen zugelassenen Motorräder in Deutschland sind Enduros - soll Gelegenheit gegeben werden, ihre Untersätze einmal abseits befestigter Straßen einzusetzen. Dieser Zielgruppe angepasst sind auch die Strecken des Enduro-Cups.

Sonderprüfungen - meist Moto Cross-Strecken oder abtrassierte Feldwege - werden über leicht zu befahrende Zwischenstrecken miteinander verbunden. Gewertet werden dabei nur die auf den Sonderprüfungen erreichten Zeiten. Auf den nicht gewerteten Zwischenetappen bleibt meist Zeit für eine kleine Erfrischung für den Fahrer oder nötige Reparaturen am Motorrad.

Obendrein wird ausschließlich unter Gesinnungsgenossen gewertet. Denn von der Damen-Riege über die Serien-Enduristen, der Zweizylinderfraktion und sogar den ausgebufften Enduro-Cracks wird der Massen-Andrang gezielt in mehreren Klassen gefiltert. Jedem die Seinen.

Wobei das Thema Platzierung generell eher einen untergeordneten Stellenwert einnimmt. Denn Klasse definiert sich für die Organisatoren des Pokals zunächst nur über eines: die Zahl der Stollenritter. Off Road-Spaß für alle gilt nach wie vor als oberste Maxime im Enduro-Lager. Und in dieser Beziehung beweist der ADAC, das Masse und Klasse nicht unbedingt getrennte Wege gehen müssen.


Saison 2018