Spannende Duelle beim ADAC Kart Bundesendlauf in Wackersdorf


Zum 37. Mal trafen am vergangenen Wochenende die besten Kartpiloten aus den vier ADAC-Regionalserien NAKC, OAKC, SAKC und WAKC beim traditionsreichen Bundesendlauf zusammen. Auf dem 1.190 Meter langen Prokart Raceland in Wackersdorf duellierten sich insgesamt 111 Teilnehmer um die prestigeträchtigen. Parallel dazu fand auch das Finale des ADAC Kart Cup statt.

Einen besseren Rahmen hätten die Pilotinnen und Piloten für die Endläufe nicht haben können. Das Prokart Raceland zählt zu den modernsten Strecken in Europa bot eine hervorragende Kulisse für den traditionsreichen ADAC Bundesendlauf. Zusätzlich sorgte das Organisationsteam des OC Würzburg e.V. für einen reibungslosen Ablauf. Allein das Wetter präsentierte sich zweigeteilt. Nach guten Bedingungen am Samstag, fanden die Finalrennen teilweise aus nasser Strecke statt. Entsprechend abwechslungsreich waren die Renngeschehnisse, als Sieger wurden am Sonntagabend Daniel Pauls (Bambini light), Lilly Zug (Bambini), Tom Remmert (World Formula), Philipp Damhuis (X30 Junior), Tobias Holzhäuser (X30 Senior), Uli Blümelhuber (X30 Super), Miroslaw Kravchenko (OK Junior), Michael Mrosek (KZ2) und Erich Huber (KZ2 Gentlemen) geehrt.

Bambini light: Daniel Pauls entscheidet spannenden Schlagabtausch für sich

Als Pole-Setter nach dem Zeittraining und den Vorläufen startete Daniel Pauls (Silberstedt/RTG Kartsport) verheißungsvoll in das erste Rennen. Zu Beginn setzte er sich etwas von seinem engsten Konkurrenten Tom Kalender (Hamm-Sieg/DS Kartsport) ab. Doch im weiteren Verlauf schloss der Mach 1-Fahrer immer weiter zu Pauls auf - nach dem er während der Startphase bis auf Rang vier zurück gefallen war. Letztlich belohnte sich Kalender für seine Aufholjagd und gewann das erste Rennen auf nasser Strecke vor Leon Taylor Primm (Großschirma/Team NKS), Daniel Pauls, Sinan Mohr (Dortmund/Dischner Racing) und Moritz Haupenthal (Losheim am See/MSC Losheim).

Der zweite Wertungslauf entwickelte sich zu einem spannenden Schlagabtausch. Kalender gewann den Start, doch Pauls kam seinerseits gut in den Rhythmus und zog schnell an seinem Konkurrenten vorbei. Dahinter schob sich sogar noch Sinan Mohr auf den zweiten Rang vor und schloss die Lücke zu Pauls. Der Silberstedter wehrte aber die Angriffe seines Verfolgers ab und sicherte sich mit dem Triumph den Gesamtsieg beim ADAC Kart Bundesendlauf. Gleichzeitig entschied er auch den ADAC Kart Cup für dich. Hinter Pauls und Mohr komplettierte Kalender die Top-Drei im zweiten Durchgang. Vierter wurde Haupenthal vor Primm.

Tageswertung Klasse Bambini light:
1. Daniel Pauls (51 Punkte)
2. Tom Kalender (50 Punkte)
3. Sinan Mohr (39 Punkte)
4. Leon Taylor Primm (39 Punkte)
5. Moritz Haupenthal (29 Punkte)

Bambini: Lilly Zug gewinnt nach krimireifem Foto-Finish

Lilly Zug (Mitterscheyern/rl-competition.com) war am Ende die einzige weibliche Teilnehmerin, die sich an diesem Wochenende gleich zwei Titel sicherte. Mit der Pole-Position nach den Vorläufen gewann sie auch den Start in das erste Rennen und zeigte auf nasser Strecke eine starke Vorstellung. Im Ziel hatte die Bayerin einen Vorsprung von über zehn Sekunden auf ihren ersten Verfolger Marc Schmitz (Neuwied/Maxim Racing Sport). Deutlich enger war der Kampf um Rang drei: Vincent Andronaco (Wentorf/Team Hemkemeyer) lag beim Fallen der Zielflagge knapp vor Pablo Kramer (Hamm-Sieg/FSR Performance). Als Fünfter reihte sich Arthur Tohum (Limburg/TR Motorsport) ein.

Nach Zugs deutlichem Sieg im ersten Lauf, war der zweiten Durchgang an Spannung kaum zu überbieten. Immer wieder wechselten sie und Schmitz die Positionen an der Spitze und zögerten die Entscheidung bis zum Ende heraus. Im Ziel durfte Zug dann jubeln. Neben dem Tagessieg, holte sich auch den Titel im ADAC Kart Cup. Hinter dem zweiten Schmitz folgten Julien Koch (Wehrheim/ADAC Hessen-Thüringen e.V.), Piet Matthes (Siebenlehn/Meier Motorsport) und Maxim Rehm (Blaubeuren).

Tageswertung Klasse Bambini:
1. Lilly Zug (60 Punkte)
2. Marc Schmitz (49 Punkte)
3. Julien Koch (33 Punkte)
4. Arthur Tohum (26 Punkte)
5. Vincent Andronaco (20 Punkte)

World Formula + RK1: Tom Remmert siegt doppelt

In der World Formula-Klasse zeigte sich Tom Remmert (Petersberg/ADAC Hessen-Thüringen e.V.) von Beginn an dominant. Beide Heats und Wertungsläufe entschied der Hesse für sich und strahlte am Abend von der obersten Stufe des Siegerpodiums. Jeweils als Zweiter folgte der schnellste RK1-Pilot Dominik Jung (Kitzingen/ADAC Nordbayern e.V.). Sebastian Schmidt (Grasellenbach/AC Bensheim) reichte im ersten Rennen als Dritter ein, jedoch warf ihn im Anschluss eine Zeitstrafe auf Rang sieben zurück. Neuer Dritter war Marius Preibisch (Neuberg/AC Kinzigtal) vor Julian Trenkel (Dietzenbach/MSC Mühlheim e.V. im ADAC) und Dario Babic (Oberderdingen/Wilk Sport).

Nach seinem Rückschlag im ersten Lauf kämpfte sich Schmidt im Nachmittagsrennen wieder auf Platz drei nach vorn. Nico Noel Manka (Unna/Beule Kart Racing Team) komplettierte gemeinsam mit Preibisch die Top-Fünf. Neben dem Gewinn des Bundesendlaufes feierte Remmert auch einen klaren Erfolg im ADAC Kart Cup.

Tageswertung Klasse World Formula + RK1:
1. Tom Remmert (60 Punkte)
2. Dominik Jung (49 Punkte)
3. Marius Preibisch (35 Punkte)
4. Sebastian Schmidt (29 Punkte)
5. Nico Noel Manka (25 Punkte)

OK Junior: Maximale Punktzahl und Titel für Miroslaw Kravchenko

Ein Wochenende nach Maß erlebte Miroslaw Kravchenko (Krefeld/TR Motorsport) beim ADAC Kart Bundesendlauf. Schon nach dem Samstag führte der Jesolo-Fahrer mit der maximalen Anzahl an Punkten in der Zwischenwertung und ging folglich als Erster in die Rennen. Im ersten Lauf setzte er seine starke Vorstellung fort und gewann vor Jonas Ried (Ehingen/Solgat Motorsport), Simon Connor Primm (Großschirma/Team NKS), Giancarlo-Gino Lührs (Maasen/ADAC Weser-Ems e.V.) und Colin Sandner (Lichtenau/Team NKS).

Ein perfekter Abschluss gelang Kravchenko im zweiten Durchgang. Wieder hatte er einen deutlichen Vorsprung und sicherte sich zum dritten Mal den Gesamtsieg beim ADAC Bundesendlauf. Hinter ihm folgte diesmal Primm, der damit den ADAC Kart Cup für sich entschied. Dritter wurde Ried vor Sandner und Lührs.

Im Feld der OK Junior startete auch der einzige Fahrer der Klasse X30 Super Uli Blümelhuber (München/CRG TB Racing Team).

Tageswertung Klasse OK Junior:
1. Miroslaw Kravchenko (60 Punkte)
2. Jonas Ried (44 Punkte)
3. Simon Connor Primm (42 Punkte)
4. Giancarlo-Gino Lührs (31 Punkte)
5. Colin Sandner (29 Punkte)

X30 Junior: Philipp Damhuis gewinnt beide Rennen und den Titel

Nur eine Woche nach seinem Titelgewinn beim ADAC Kart Masters knüpfte Daniel Gregor (Leinsweiler/Team Zinner) mit der Bestzeit bei den X30 Junior und einem Sieg im ersten Vorlauf an seinen Erfolg an. Doch eine Kollision im zweiten Heat ließ ihn auf Rang neun in der Zwischenwertung zurück fallen. Diese führte am Abend nach zwei dritten Plätzen Nick Strobel (Ilic Motorsport) aus Weissach an.

Der Youngster gewann auch den Start in den ersten Lauf, von hinten rückte aber Philipp Damhuis (Haren/Team Henkemeyer) nach vorne und holte sich auf der nasse Strecke einen deutlichen Sieg. Ebenfalls ein ruhiges Rennen hatten Strobel und der Drittplatzierte Marcel Schminke (Bad Wildungen/RMW Motorsport). Aufregender war dagegen der Kampf um Rang vier. Gleich mehrere Fahrer lieferten sich packende Kämpfe in denen sich Gerrit Hartwig (Kusterdingen/RS Motorsport) durchsetzte. Nach seinem Rückschlag am Samstag, fuhr Gregor bis auf Position fünf nach vorne.

Im zweiten Finale machte es der Leinsweiler dann noch mal richtig spannend. Direkt nach dem Start nahm er die Verfolgung von Damhuis auf. Bis ins Ziel wechselten die beiden gleich mehrmals die Führung. Letztlich hatte Auftaktsieger Damhuis aber die Nase vorne und gewann gleichzeitig den Bundesendlauf und ADAC Kart Cup. Ebenfalls knapp war auch der Kampf um Rang drei. Max Rosam (Taunusstein/ADAC Hessen-Thüringen e.V.) behauptete sich in einem Foto-Finish gegen Strobel und Schminke.

Tageswertung Klasse X30 Junior:
1. Philipp Damhuis (59 Punkte)
2. Nick Strobel (43 Punkte)
3. Marcel Schminke (35 Punkte)
4. Daniel Gregor (33 Punkte)
5. Max Rosam (30 Punkte)

X30 Senior: Strahlender Sieger Tobias Holzhäuser

Mit 28 Piloten stellte die Klasse X30 Senior das größte Feld am Wochenende. Auf trockener Strecke setzte sich am Samstag Maximilian Kannegießer (Rimbach/RMW Motorsport) in der Zwischenwertung durch. Kannegießer gewann das Qualifying und den ersten Heat. Doch bei den neuen Bedingungen am Sonntag wendete sich das Blatt. Tobias Holzhäuser (Rinzenberg/MSC Rubin Wilza) übernahm aus der dritten Startposition die Führung und verteidigte diese im Verlauf der 15 Rennrunden. Hinter ihm hatte ebenfalls Pascal Wlodarczyk (Bad Lauterberg) seinen zweiten Rang früh bezogen. Anders sah es hingegen bei der Vergabe der weiteren Positionen aus. Daniel Dragon (Ellwangen/MSC Ellwangen) verteidigte am Ende Rang drei gegen Philipp Britz (Saarbrücken/KÜS-Team BJM Motorsport) und Mika Rausch (Ahlen/RRT Rausch Racing Team).

Turbulent startete das zweite Rennen. Zu Beginn hing das Feld sehr eng zusammen und die Fahrer fuhren teilweise nebeneinander um den 1.190 Meter langen Kurs. Nutznießer der packenden Fights war Britz. Schon früh löste er sich von seinen Verfolgern und ließ sich den Laufsieg nicht mehr nehmen. Hinter dem Saarländer folgte Felix Wischlitzki (Donauwörth/RS Motorsport) vor Holzhäuser, der damit den Tagessieg holte. Eine starke Aufholjagd zeigte Javin Lewis Seyhan (RS Motorsport/München) - von Startplatz 17 aus fuhr er bis auf Rang vier nach vorne. Kannegießer wurde Fünfter, jedoch fiel er durch eine Strafe noch auf Rang acht zurück. Seine Position erbte Maximilian Dappert (TR Motorsport/Kleinrinderfeld). Neben Platz zwei in der Tageswertung erhielt Philipp Britz den Siegerpokal im ADAC Kart Cup.

Tageswertung Klasse X30 Senior:
1. Tobias Holzhäuser (49 Punkte)
2. Philipp Britz (38 Punkte)
3. Felix Wischlitzki (37 Punkte)
4. Daniel Dragon (28 Punkte)
5. Mika Rausch (28 Punkte)

KZ2 + Gentlemen: Michael Mrosek und Erich Huber siegreich

Rick Hartmann (Kamenz/Team NKS) erwischte mit der Pole-Position bei den Schaltkarts einen perfekten Start in das Rennwochenende. Doch bereits im Verlauf der Heats musste er die Spitze für Michael Mrosek (Hirschau/AK-Racing) räumen. Auf seiner Heimstrecke war der Formula K-Pilot der schnellste Fahrer im Feld und führte das Zwischenranking an.

Bei abtrocknenden Bedingungen erwischte am Sonntag aber Luca Walter (Blaustein) den besten Start in die Finals und gewann den ersten Lauf vor Mrosek. Maximilian Rosenschon (Schwäbisch Gmünd/RS Motorsport), Ricardo Adler (Oranienburg) und Hartmann komplettierten die ersten fünf Positionen. Einen Wechsel an der Spitze gab es dann wieder im zweiten Lauf. Diesmal gewann Mrosek vor Walter, der ihm im Rennverlauf aber dicht im Nacken saß. Auf Rang drei verbesserte sich Hartmann vor Adler und Rosenschon. Durch seinen Sieg im zweiten Rennen gewann der Hirschauer auch die Tageswertung. Sieger des ADAC Kart Cup wurde Sebastian Uber (Pforzheim/KKC Racing).

Gemeinsam mit den KZ2-Piloten gingen auch die Gentlemen-Fahrer an den Start. Erich Huber (Landau/Binder Racing) gewann beide Rennläufe vor seinen Konkurrenten. Sein ärgster Verfolger war jeweils Teamkollege Markus Häupler (Neufarn/Binder Racing).

Tageswertung KZ2:
1. Michael Mrosek (55 Punkte)
2. Luca Walter (54 Punkte)
3. Maximilian Rosenschon (35 Punkte)
4. Ricardo Adler (31 Punkte)
5. Rick Hartmann (29 Punkte)

Tageswertung KZ2 Gentlemen:
1. Erich Huber (60 Punkte)
2. Markus Häupler (49 Punkte)
3. Markus Pschick (33 Punkte)
4. Torsten Simon (28 Punkte)
5. Bernd Rosenschon (26 Punkte)

Mit dem ADAC Kart Bundesendlauf endete die Kartsport-Saison der vier ADAC Regionalserien und des ADAC Kart Cup. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für 2018 auf Hochtouren und die ersten Termine werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.



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