Kennen Sie Motoball?


Motoball ist ein dem Fußball verwandter Sport. Seine Hochburgen sind im süddeutschen Raum (Landkreis Rastatt und Karlsruhe), im Sauerland (Kierspe), in Leverkusen, im Raum Hannover/Pattensen und Seelze sowie im Osten in Halle und Neubrandenburg (Jarmen).

Der Motoballsport ist eine französische Erfindung und wird auch dort heute noch in vielen Vereinen intensiv betrieben.

Eine Motoballmannschaft besteht in der Regel aus zwei Torhütern und acht Feldspielern, wobei jeweils vier Feldspieler eingesetzt und die übrigen Spieler fliegend gewechselt werden können. Dazu kommen zwei Monteure und der Mannschaftsleiter bzw. Trainer. Gespielt werden 4 x 20 Minuten mit jeweils 10 Minuten Pause. Das Spielfeld hat die Größe eines Fußballfeldes. Motoball wird auf Asphalt- Hart- und Rasenplätzen ausgetragen. Das Tor hat die Maße 7,32 x 2,44 m. Vor dem Tor befindet sich ein Kreis mit einem Radius von 5,75 m, der weder vom Torhüter verlassen noch durch einen Spieler befahren werden darf.

Gespielt wird mit einem luftgefüllten Lederball, welcher einen Umfang von 119-126 cm hat und zwischen 900 und 1000 Gramm wiegt. Der Ball wird mit dem Fuß gespielt; die Abseitsregel wie beim Fußball gibt es nicht, dafür muss der Ball über die Mittellinie gespielt und dort von einem eigenen oder gegnerischen Spieler berührt werden. Freistoß- und Strafstoßregelung sowie Ausspiel- und Eckballregel bestehen wie beim Fußball.

Ein Motoballspiel wird von zwei Schieds- und Linienrichtern geleitet. Auch beim Motoball gibt es Sanktionen.

Grüne Karte: Verwarnung und 2 Minuten Zeitstrafe

Gelbe Karte: 5 Minuten Zeitstrafe

Gelb/rote Karte: Platzverweis. Nach 10 Minuten kann der des Feldes verwiesene Spieler durch einen anderen ersetzt werden.

Rote Karte: unmittelbarer Platzverweis mit nachfolgenden Sanktionen.

Hervorragendes fahrerisches Können, Ballgefühl und eine gute Kondition sind für einen Motoballspieler unerlässlich. Die Motoballclubs sind reine Amateurmannschaften, in denen die Aktiven nicht nur viel Freizeit investieren, sondern meist auch finanzielle Opfer bringen müssen. Für den Verein ist es oft nicht leicht, den Fahrzeugpark zu unterhalten und in den Neukauf von Motorrädern zu investieren.

Für die motorsportbegeisterte Jugend besteht bei den Clubs die wohl kostengünstigste Möglichkeit, sich früh mit Motorsport vertraut zu machen und fahrerisches Geschick für den Straßenverkehr zu erwerben, da die Clubs junge Leute ausbilden und teilweise auch um die deutsche Jugendmeisterschaft kämpfen.

Die Federführung für den Motoball-Clubsport liegt beim ADAC Nordbaden, der auch für die Erstellung des Reglements zuständig ist.

Informationen unter www.motoball.de

Das Motoball-Clubsport-Reglement steht nachfolgend zum Download bereit.


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