© RB HahnSouveräne Leistung von Hermann Gaßner bei der ADAC 3-Städte-Rallye

Souveräne Vorstellung des frisch gekürten Champions Hermann Gaßner beim Finale

ADAC 3-Städte-Rallye: Meisterleistung von Gaßner

Divisionssieger komplett: Timo Grätsch holt Sieg in Division 3. Die Endplatzierungen in der Top-Liga der Rallyebreitensportler stehen fest.

Hermann Gaßner war der dominierende Pilot beim Finale des ADAC Rallye Masters. Bei der ADAC 3-Städte-Rallye holte der bereits zuvor als Champion feststehende Surheimer im Mitsubishi Lancer Gesamtplatz zwei und damit den achten Sieg der laufenden Saison in der Division 2. Nachdem die ebenfalls bereits als Zweiter und Dritter im ADAC Rallye Masters feststehenden Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3T, Division 4) und Johannes Dambach (Altlay, Suzuki Swift, Division 6) pausierten, lag das Augenmerk diesmal auf dem Kampf um die weiteren Positionen. Dabei konnte sich Timo Grätsch (Handewitt, BMW M3) stark in Szene setzen, der sich den fünften Titel in der Divison 3 sicherte und die Saison als Tabellenvierter im ADAC Rallye Masters beendet. Schnellster im bayerischen Bäderdreieck war Skoda-Junior Fabian Kreim (Skoda Fabia R5), der mit dem Rallyesieg auch den parallel ausgetragenen Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) gewann. Die vollständigen Punktestände, News und Hintergrundinformationen gibt es unter www.adac.de/motorsport sowie im ADAC Rallyehub (www.rallyehub.de) im Internet. Das TV-Magazin zur ADAC 3-Städte-Rallye ist am Samstag, 31. Oktober ab 14:15 Uhr bei TV-Partner Sport1 zu sehen.

Als Top-Serie der deutschen Rallye-Breitensportler werden im ADAC Rallye Masters nur die Ergebnisse in den einzelnen Fahrzeugdivisionen für die Punktewertung herangezogen. So kommt es, dass im Endstand der Tabelle drei Piloten die Spitzenplätze einnehmen, deren Fahrzeuge unterschiedlicher kaum sein könnten. Champion Hermann Gaßner ging als Sieger der Division 2 mit seinem allradgetriebenen Evo-8-Lancer mit Turbomotor an den Start. Carsten Mohe konnte die Division 4 im agilen frontgetriebenen Renault Clio R3T für sich entscheiden. Youngster Johannes Dambach siegte in der Division 6 im kleinen Suzuki Swift Sport. Dennoch machten die Masters-Piloten beim Saisonfinale auch im Gesamtklassement auf sich aufmerksam. Allen voran: Hermann Gaßner, der als Zweitplatzierter im stark besetzten Starterfeld eine Reihe Piloten auf leistungsstärkeren Fahrzeugen hinter sich lassen konnte. "Dieser zweite Platz fühlt sich hervorragend an", freute er sich nach dem Zieleinlauf. "Bei diesem Starterfeld so weit vorne zu rangieren macht mich überglücklich." Für den Routinier, der an diesem Wochenende seinen 36. Start bei der ADAC 3-Städte-Rallye absolvierte, war es damit ein versöhnlicher Abschluss des Jahres. "Die Saison begann für uns ganz schwierig mit einem Ausfall", blickt er zurück. "Dass wir am Ende gewinnen konnten, ist ein Riesenerfolg." In der Division 2 lag er an diesem Wochenende vor zwei Piloten, die ebenfalls in Mitsubishi-Evos aus seinem Rennstall fuhren: Urs Flum (Schweiz, Evo 7) und Martin Kainz (Vaterstätten, Evo 9). In der Endabrechnung der Division 2 rangiert Gaßner vor Raphael Ramonat (Evo 7) und Hanno Brocker (Ford Escort RS Cosworth).

Schnellster Pilot der Division 3 war beim Saisonfinale Timo Grätsch (Handewitt). Er sicherte sich gemeinsam mit Ehefrau und Co-Pilotin Alexandra Gawlick im BMW M3 den Tagessieg und den ersten Tabellenplatz in der Division vor Johannes Treimer (Wangels, Subaru Impreza). "Uns ging es an diesem Wochenende vor allem darum, den vierten Platz im Gesamtklassement zu behalten", so Grätsch, der sich über das beste ADAC Rallye-Masters-Ergebnis der vergangenen neun Jahre freute: "Dies ist seit unserem Debüt im ADAC Rallye Masters 2007 mein fünfter Divisionssieg - und wie jeder Sieg ist auch dieser etwas ganz Besonderes." Das schnelle Ehepaar aus dem hohen Norden kann mit 68 Teilnahmen zudem die meisten Rallye-Starts in der zehnjährigen Geschichte des ADAC Rallye Masters vorweisen. Dritter in der Jahresendwertung der Division 3 ist mit Stefan Petto (Nonnweiler) ein Aufsteiger.

Das Geschehen in der Division 4 bestimmte bei der ADAC 3-Städte-Rallye ein Gaststarter. Hermann Gaßner jr. (Surheim) pilotierte mit Ursula Mayrhofer (Österreich) den neuen Toyota GT86, der ab dem kommenden Jahr auch im Rahmen eines eigenen Markenpokals an den Start gehen wird. Der erste Wettbewerbseinsatz endete prompt mit dem Divisionssieg und einem zufriedenen Piloten: "Das Auto fährt sich richtig gut. Ich brauche noch ein wenig, um wirklich ans Limit gehen zu können - gerade auch mit dem noch ungewohnten Heckantrieb", so Hermann Gaßner junior. "Wir sind ohne Erwartungen angetreten, und wollten als Standortbestimmung einen Vergleich mit den aktuellen Fahrzeugen im Wettbewerb haben." Zweite wurden Norman Kreuter / Jessica Patz (Schorndorf / Kupferzell, Citroen DS3 R3T), die sich mit diesem Ergebnis den dritten Platz im Endklassement der Division hinter Carsten Mohe und Patrick Pusch (Citroën DS3 R3T) sicherten. "An Hermann Gaßner junior heranzukommen war nicht möglich", bilanzierte Kreuter. "Insofern können wir mit dem zweiten Platz mit über einer halben Minute Vorsprung auf den nächsten Verfolger hoch zufrieden sein."

Der Division 5 drückten zwei schnelle Piloten in ihren Opel Adam R2 ihren Stempel auf: Dominik Dinkel (Rossach) und Thomas Holzer (Bobingen). Doch Dinkel wurde am Samstagmorgen durch einen defekten Bremszylinder gebremst. Holzer überzeugte zusammen mit seiner Cousine Nicole Holzer als Gesamt-Achter derweil mit einer hervorragenden Leistung und gewann die Division souverän vor den Tschechen Tim Novak / Uros Ocvirk (Skoda Fabia R2). "Großartig", jubelte der Schwabe anschließend. "Es war ein richtig cooler Kampf mit Dominik und Tim. Schade, dass der Kampf mit Dominik nicht auf der Strecke entschieden wurde. Wir sind überglücklich. Die letzte Prüfung war die allerschlimmste meines Lebens - da habe ich Dinge im Auto gehört, die gar nicht existierten. Doch am Ende hat alles funktioniert." Als Jahresbester der Division 5 stand bereits vor dem Finale Jens Nielsen (Glasau-Sarau, Opel Adam R2) fest. Er konnte bei der ADAC 3-Städte-Rallye ohne Druck antreten und erreichte das Ziel als Zehnter In der Division. Seine Freude war dennoch groß: "Seit 2001 habe ich versucht, im Masters einmal eine Division zu gewinnen und lag immer knapp daneben. Dieses Jahr wurde ich im Januar 60 und habe mir den Opel Adam R2 zugelegt, nachdem ich zuvor 15 Jahre im Corsa Kit-Car unterwegs war. Und mit diesem neuen Auto hat dann endlich einmal alles gepasst. Ich freue mich riesig darüber."

Mit Johannes Dambach (Altlay) stand der Jahressieger der Division 6 bereits frühzeitig fest. Der 22-jährige überzeugte im Suzuki Swift Sport aber nicht nur in seiner Division, sondern belegt in der Gesamtwertung den dritten Platz - ein toller Erfolg für den jungen Rheinland-Pfälzer. "Natürlich wäre ich am liebsten noch mal selbst gefahren", gestand der als Zaungast zum Finale gereiste Youngster. "Aber auch mit einem kleinen Auto kostet so ein Einsatz Geld, das wir lieber für die kommende Saison sparen. Das Ergebnis dieser Saison ist eine Riesenmotivation, aber auch eine Bürde, weil ich fürchte, dass zu hohe Erwartungen an mich gestellt werden. Dieses Jahr war für mich die erste komplette Saison, die gleich mit einem solch tollen Ergebnis endete. Wir wollten unter die ersten beiden in der Division 6 - nun habe ich dort den Sieg und den dritten Platz im Gesamtklassement geholt. Damit hatten wir nicht gerechnet." Mit Rüdiger Heinzerling (Siegen) und Jonas Rinke (Landau) gehen auch der zweite und dritte Platz in der Endabrechnung an Piloten auf Suzuki Swift. Der Tagessieg ging beim Finale an Thomas Madl / Karin Schotte (Waldkirchen / Passau, VW Polo).

Das TV-Magazin zur ADAC 3-Städte-Rallye strahlt TV-Partner Sport1 am Samstag, 31. Oktober ab 14:15 Uhr aus.


Seite empfehlen

Sie möchten folgende Seite weiterempfehlen?
News - ADAC Rallye Masters
Dann nutzen Sie einfach dieses Formular:

* Pflichtfelder